FeedAnstauung
TechnikBau-Lexikon 1881

Anstauung, f., Anspannung, Stauung, f., des Wassers, frzretenue, f., engl. retaining, stowing, 1. (s. Wassb.), die Arbeit des Anstauens, lokalesErhöhen des Wasserspiegels, durch übermäßige Erhöhung einer Stelle der Flußsohle, durch Verengung der Ufer, durch plötzliche Richtungsveränderungen. — 2. Das Resultat, die künstliche resp. beabsichtigte Erhöhung des Wasserspiegels und somit Verringerung der Abflußgeschwindigkeit. (v. Wyr.] Man staut Wasser an, um ein erwünschtes Gefälle zu bekommen, um ihm dann beim nachherigen Ablassen mehr Gewalt zu geben, um es aufzubewahren für die Zeit, wo es mangeln könnte. Mittel dazu sind Dämme, Wehre, Schleusen etc. In anderen Fällen muß man die A. möglichst sorgfältig vermeiden, z. B. bei Brückenbauten etc. — 3. (Kriegsb.) Seichte Flüsse von angemessener Höhe der Ufer u. Breite des Bettes staut man durch Anlage von Dämmen mit Ueberfall, quer über das Flußbett hinweg, an, damit sie durch die so vergrößerte Tiefe und Breite dem Feind ein Hindernis bieten; s. d. Art. Annäherungshindernisse.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 122Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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