antik (adj.), franz. antique, engl. antique, vom lat. antiquus, alterthümlich. Durch den Gebrauch jedoch ist die Benennung antikblos auf Das beschränkt, was aus der Zeit vor Christi Geburt erhalten ist, und bes. auf d die Denkmäler od. Ueberbleibsel von Kunstwerken und Kunstregeln aus dem klassischen Altherthum, und es ist sogar als Fehler anzusehen, wenn man etwas aus dem vorklassischen Alterthum, dem Mittelalter od. gar aus der Renaissance- und Zopfzeit Stammendes antik nennt, wie Viele zu thun pflegen, die sogaroft Sachen antik nennen, z. B. Porzellangefäße, Spiegel etc., welche kaum 40 —60 Jahre alt, dabei auch noch geschmacklos sind und höchstens altmodisch genannt zu werden verdienen. Mit dem Begriffantikaber hat sich allmählich der Begriff des Schönen eng verbunden, da man, wie eben bemerkt, dieses Wort eigentlich nur auf Erzeugnisse des klassischen Alterthums, also einer Periode der höchsten Kunstblüte, anwendet. Unter antikem Stil versteht man z. B.in der Regel die Gesamtheit des griechischen u. römischen Stils, katexogen den griechischen; unt. anliken Münzen: die von Griechen und von den römischen Kaisern bis auf Konstantin d. Großen geschlagenen; unter antiker Plastik hauptsächlich die griechische, wie denn überhaupt die griechische Kunst als primitive viel mehr Ansprüche auf die Anerkennung der Nachwelt machen kann als ihre Nachfolgerin, die römische Kunst, die nicht nur sekundär, sondern in vielen Stücken lediglich als Nachahmerin der griechischen austritt.