Arbeitet aber ein belebter Motor, also Mensch od. Thier, schneller oder langsamer als mit der normalen Geschwindigkeit v, d. i mit der Geschwindigkeityund zwar während der täglichen Arbeitszeit t“, so ist nach Gerstner die Kraft P. v.t“. Für Arbeiten auf kurze Zeit darf man die von belebten Motoren ausgeübte Kraft = 2 P, d. i. gleich dem Doppelten der mittleren Kraft, setzen. In der folgenden Tabelle sind die mittleren Kräfte P und mittleren Geschwindigkeiten v sowie die erzielten Maximalleistungen Lpro Sekunde angeführt. Indiv. Gewicht. Maschine Kilogr. Meter. Meterkilogr. Mensch 0 an der Kurbel 8 0,8 67—4ι sch am Göpel 12 0,6j 77˙2 Ochse * Uam Göpel 65⁵ 0j/6 39 Esel 168 hohne Maschine 37 0/8 30 Ueber die A. der Centrifugalkraft, Trägheit, Wärme re. s. die betr. Art. 3. Arbeit, lat. opus, u., frz. Ouvrage, m., engl. work. Resultat der Arbeitsthätigkeit, auch s. v. w. Art u. Weise der Bearbeitung, Anfertigung etc.,3. B.bäuerische A., opus rusticum, s. Bossenwerk, Bossage; fournirte A., s. Fournirung; rauhe A., s. Rauhverputz und Anwurf; verzierte A., s[ Quaderputz. Gedrückte A., s. Metalldrückerei; eingelegte A. in Holz, frz. peinture en bois, marquetérie, engl. inlaid work, marquetry, s. d. Art. Ebenisterei, Holzmosaik, Parkett etc. Erhabene A., s. Relief. Getriebene A., s. Hammerarbeit, Ciselirarbeit re. Mißlungene A., frz. Ioup, m., engl. murdered work. to Wwork. Außer der gewöhnlichen Bedeutung erhält das Wort„arbeiten“ im Bauwesen noch folgende Bedeutungen. 1. Eine Mauer arbeitet, d. h. sie ist im Senken begriffen. Neue Häuser beginnen meist bei Eintritt des Thauwetters, nach dem ersten Winter, den sie erleben, zu arbeiten, daher es nicht gut gethan ist, sie sofort nach Vollendung abzuputzen, weil sich dann beim Arbeiten Risse im Putz zeigen. — 2. Das Holz arbeitet fast immerfort, d. h. in Wärme und Trockenheit zieht es sich zusammen, schwindet, reißt auf etc., in der Nässe quillt es wieder re. —3. Von gährenden Flüssigkeiten sagt man ebenfalls, sie arbeiten.