Archiv, n., frz. archives., f. pl., chartrier, trésor, m., engl. archives, muniment-house, lat. archivum, griech. 46%6-ον, Aufbewahrungsort für juristisch wichtige Dokumente, in der Regel in Akten, Urkunden etc. bestehend; da hierbei bes. darauf ankommt, diese Urkunden lange unverletzt zu behalten, so muß ein Archiv vor allem gegen Feuers-und Wassergefahr, Feuchtigkeit und Ungeziefer so- wie Einbruch völlig gesichert sein. Innerlich muß es zweckmäßige Apparate zu Aufstellung der betr. Dokumente und 10 —— 0 Besichtigung unter fortwährender Kontrolle enthalten. m. engl. archivault, archivolt, dressed subarch, Schaubogen, Hauptbogen, Unterbogen, sichtbare u. mit Gliedern verzierte Stirn eines Bogens, bes. von denen gebraucht, die nach römischem oder griechischem Stil gestaltet sind; ihre Umfassung ist in der Regel architravirt und sitzt stumpfauf den Kämpfergesimsen auf; oder sie kröpft sich auf dem Kämpfer und läuft als Kämpfersims wägrecht fort (archivolte retournée); am Scheitel des Bogens wird häufig der Schlußstein besonders ausgezeichnet, so daß hier die Archivolte unterbrochen wird. In der Barockzeit unterbrach man die Glieder oft derart, daß ein Wölbstein um den andern als Bossenstein dazwischen stand (archivolte rustique). Die Franzosen nennen wohl auch den Ueberschlagsims (s. d.) archivolte.