Burg, f., frz. Cchateau, m., bastille, f., engl. castle, bastile, lat. arx, urbs. Das Wort B., pl. früher die Bürge, jetzt die Burgen, engl. boxough, schwed. Borg, angelsächs. byrig, leiten Einige von bergen, schützen, Andere von byrgia, schließen, ab, noch Andere von dem griechischen 00706, Thurm. Es bedeutet im weiteren Sinn jeden befestigten Ort, im engeren Sinn den befestigten Wohnsitz eines mit Hoheitsrechten Ausgestatteten. Näheres über das Wort B. s. in M. M. a. W. Ueber die Been der Völker mit in sich abgeschlossener Kultur u. des nichtklassischen Alterthums ist das darüber Bekannte in den die betr. Bauweisen behandelnden Artikeln gebracht, ebenso über die Burgbauten der Pelasger und Etrusker. Auch die Griechen gelangten, wie jene Völker, noch nicht zu bestimmten Regeln bei Erbauung ihrer Ben, Akropolen, s. d. Art. Akropolis. Die Römer mußten zu Förderung und Beschützung ihrer Eroberungen natürlich den Befestigungen große Aufmerksamkeit zuwenden, u. so bildeten sich bald Normen für die Anlegung derselben. In Rücksicht auf die Befestigung der Städte s. d. Art. römischer Stil, in Rücksicht auf eigentliche Feldbefestigung den Art. Castrum. Unter diesen waren es die castra stativa, mehr noch aber die castella u. burgi, welche auf die Gestaltung der Bien Einfluß hatten. Ueber die Form der castella s. Castellum. Die burgi oder turres, kleine, mehr zur Beobachtung als zum Schutz der umliegenden Gegend dienende Befestigungen, standen meist auf Bergkuppen oder in Sümpfen; hier waren nur die weniger sicheren Stellen durch Gräben, Wälle u. Mauern befestigt, u. die eigentlichen Gebäude waren ziemlich eng, ja beschränkten sich oft blos auf einen Wartthurm, s. Fig. 1024. Die Bien des frühen Mittelalters entlehnten Manches von diesen Anlagen, fußten aber doch zum Theil auf einheimischen Traditionen. Die älteste in Deutschland gebrauchte Form der Befestigung war die der Steinringe, kreisförmiger Wälle von Steinen auf den Gipfeln steiler Berge, der Erdwälle in Sümpfen, der Erdwälle mit Einlegung von Holzankern rce., auch Pfahlwerke kamen vor; es waren dies aber nur Retiraden für den Fall desKampfes; die eigentlichen Wohnungen bestanden aus einzelnen Gehöften, welche eher den homerischen als den römischen glichen (s. griechisches Wohnhaus). Ein Gehege von Holz oder lebendigen Hecken umgab den Hof, der mit Ställen etc. besetzt war. Im Hintergrund erhob sich ein großes Gebäude für den Hausherrn, wahrscheinlich Alles aus Holz od. Lehm. Nach Zerstörung der römischen Zwingburgen nun blieben die eastra und castella infolge der ganz veränderten Kriegführung größtentheils unbenutzt als Ruinen liegen. Die burgieu. turres hingegen, soweit sie erhalten waren, fanden Verwendung in den befestigten Bergsitzen, und zwar so, daß häufig nur die Thürme noch als römisch zu erkennen sind. Diese sind im Grundriß quadratisch, rund, auch elliptisch od. polygon, auch oft auf der hintern Seite eckig, auf der vordern rund. Erst als die römischen Heere wieder mit Angriffen drohten, fing man an, den Werth gemauerter Befestigungen zu schätzen. Nur die Franken hatten schon früher, zum Theil von den Römern kultivirt, den Steinbau angewendet; als nun die Franken die Hegemonie in Germanien sich verschafft hatten, als Chlodwig mit 3000 seiner Edlen Christ geworden war, da wurden Trier, Mainz, Köln etc. wieder aufgebaut. Die meisten fränkischen Edlen aber nisteten sich, so gut es eben ging, in den Trümmern römischer burgi ein, z. B. in der sechseckigen B. Egisheim bei Kolmar, deren ebenfalls sechseckiger Mittelthurm, ein Römerbau, noch bis vor 100 Jahren stand; von anderen sind noch die Ringmauern vorhanden. Von Wohnhäusern in Been der vorkarolingischen Zeit besitzen wir nichts mehr; die meisten mögen von Holzoder, wenn von Stein, doch nicht sehr solid u. wohl auch sehr einfach gewesen sein. Nach den vorhandenen Beschreibungen waren die Häuser der Vornehmen jedoch vielfach mit groteskem Schnitzwerk verziert, etwa wie noch jetzt die norwegischen Holzkirchen es zeigen. Selbst Karl der Große hatte ein hölzernes Wohnhaus. Nachdem er in Aachen den Dom u. Kaiserpalasterbaut hatte, erbaute er auch an vielen anderen Orten Paläste (Pfalzen), sowie eine große Anzahl von Bien für die Markgrafen, welche die Marken seines Landes bewachen sollten, u. Zwingburgen zu vollständiger Unterjochung eroberter Landstrecken, ulstiftete Bisthümer. Unter seinen schwachen Nachfolgern drangen die Feinde von allen Seiten ein, die Städte am Rhein u. an der Donau wurden zerstört. Die Burgherren waren theils auf sich selbst angewiesen, theils fühlten sie sich vom Kaiser unabhängig. Da hörten die Bien auf, Sitze kaiserl. Beamten, Burggrafen, für einen gewissen Bezirk, den ZBurgbann, zu sein. Zugleich vergrößerte sich die Anzahl Derer, die in der Nähe der B. Schutz suchten, im Bereich der Blen entstanden Ortschaften. Die B. selbst hieß nun urbs, unter ihr oder sonst in dem von ihr geschützten Terrain lag die Pfalz, die Kirche und die Wohnungen der suburbani. Die Pfalzen selbst waren größtentheils nur hölzerne, mit Stroh gedeckte Gebäude. Da nun in der Regel bei der ersten Anlage die Ringmauer (frz. enceinte, lat. cingulum), der Burgfriede, so eng als möglich angelegt war, da auch die hinzuziehenden Freien zu stolz sein mochten, sich zu den Hörigen und Hintersassen der Bischöfe u. kaiserlichen Vögte (advocati) zu setzen, bauten sie sich auf eigenem od. direkt vom Kaiser od. Bischof verliehenem, also nichtzum Burglehn (frz. bourg, lat. feudum castrense, burgum, ital. borgo) gehörigem, aber an dasselbe sich anschließendem Terrain, Bürgerlehn ((at. feudum urbanum), mit Ringmauer, Kirche etc. an, u. so entstand aus dem Burgflecken (bourgade) eine Bürgerschaft (eivitas), Stadt. Zwischen B.u. Stadt lag meist das Burglehn, wo die Burgleute (burgenses), Hörige des Burgherrn, wohnten. Dasselbe war von der Stadt durch eine Mauer, wohl auch durch einen Graben geschieden, über den eine Zugbrücke führte. Die Bren selbst nun waren meist im Verhältnis zu Größe u. Reichthum des zugehörenden Burgfleckens und zu der Macht des Burgherrn mehr oder weniger umfänglich u. reich ausgestattet, sonst aber in Bezug auf die Einrichtung ziemlich gleich. Der Beines hofhaltenden Edlen, Hofburg, dienten hohe Thürme als Burgwarten, und als letzter Rückzug ein von einem kleinen Hofraum umgebener, bald runder, bald viereckiger Thurm, Bergfriede (s. d.). Die innere Einrichtung hing von Lage, Terrain u. vom Willen des Burgherrn ab, und lassen sich nur schwer allgemeine Regeln darüber finden. Fast immer aber zerfiel die B. in eine innere u. äußere oder Hochburg und Niederburg; die zur B. gehörigen Landwirthschaftsgebäude, frz.ordeés,lagen entweder in der Niederburg od. ganz getrennt. Die Vorburg, Niederburg, Außenburg, frz. faubourg, lat. forisburgum, ital. burgo, arab. alcazaba, enthielt einen großen Hof, die Burgfreiheit, frz. basse cour, engl. base-court, court-yard, zum Tummeln der Rosse, umgeben von Stallungen, Back-u. Küchengebäuden, Wohnungen für die Reisigen und Burgleute, oft auch eine Kirche und Pfarrwohnung. Hier hatte sonst die Pfalz gestanden, an deren Stelle nun, häufig mit Benutzung desselben Gebäudes, die Wohnung des Amtmanns, domus bassa, getreten war; das Ganze war geschützt durch hohe Mauern (latein. cingulum majus, antiparieés, antemurale), mit einem durch einen oder zwei Thürme (frz. bastilles, barbacanes) vertheidigten, im Zickzack durch die Mauer geführten Thor, vor dem eine Zugbrücke (frz. Pontlevis), seltener eine feste Brücke Pont dormant), über eine Schlucht, einen Abhang, einen Sumpf etc. od. einen künstlich angelegten Außengraben lag, damit man den hier langsam nahenden Feind vom Thorthurm aus beschießen oder mittels der Ausfallpförtchen (frz. posternés, latein. posterualae) überraschen konnte. An ausspringenden Winkeln sowie bei geraden Strecken in kurzer Pfeilschußweite traten Thürme, Wichhäuser vor die Mauern heraus, die oft, doch nicht immer, nach außen rund waren. Hinter diesem Hof, von demselben entweder durcheinen Graben mit Zugbrücke od. durch zwei Mauern mit dazwischen liegendem Zwingergetrennt, lag die eigentliche B., Hochburg, Hinterburg, frz.chätéau, engl. castle, ital. castello, lat. castrum, span. castillo, arab. alcazar), auf der Spitze des Berges oder bei flachem Terrain auf einer künstlichen Erhöhung, dem Burgwall, derBurghalde (frz. moté, motté, engl. mount, hillock). Das innere Thor dieses Zwingers liegt dem äußern nicht gegenüber, oft zieht sich der Zwinger ein-oder ein pärmal rings um die innere B.herum, um den in demselben nahenden Feind beunruhigen zu können. Mindestens aber zieht sich um diese B.hinter dem Graben (Hausgraben, engl. moat) eine hohe Ringmauer, der Zingel (lat. eingulum minus, breve), welcher das Burglehn vollständig beherrscht und mit Zinnen (frz. merlons, eréneéaux, lat. pinnaè, cernelia) oder auch noch mit kleinen vorstehenden Thürmchen, Wallwarten (frz. échauguettes, mittelalt.⸗ lat. scaraguayta) besetzt ist. An der Zugbrücke steht ein niedriger Thurm, der das Thor enthält, welches durch ein Fallgatter (frz. herse, porte colais, coladis) oder ein System von Pfählen, die ähnlich dem Fallgatter gehandhabt wurden (frz. orgue, sarrasine), verwahrt ist. Ueber dem Thor ragen kleine erkerartige Ausbauten vor, blos mit ganz kleinen Luken u. Oeffnungen im Fußboden versehen, um siedendes Pech hinunter zu schütten, daher sie Pechnasen (frz. moucharabys oder machecoulis) hießen. An ihre Stelle traten hier und da hölzerne ausgebaute Gerüste (frz. hourd, engl. urdel, lat. hurdicium, s. d. u. brétéche). Durch dieses Thor also gelangt man in den Zwinger, Zwingolf (engl. outer bailey), aus diesem durch ein ganz ähnlich vertheidigtes Thor in den ziemlich engen innern Burghof, die Ballei (frz. bayle, engl. bailey, lat. pallium, ital. balia), der rings von Gebäuden od. mindestens von sehr hohen Mauern mit Wallgängen, parcham, umgeben ist und in dessen Mitte ein starker, viereckiger, thurmartiger Bau sich erhebt bei größerer Anlage wohl auch ein geräumigeres Gebäude. Dieser Bau (frz. palais, lat. palatium, ital. palazzo, span., vom Arab., alcazar, catal. palaü), Pfalz, Palas, Ritterhaus, Herrenhaus gen., enthielt große Kellereien, u über oder unter denselben das Burgverließ (frz. oubliéette, engl. keep, lat. in — pace), wenn dieses nicht im Bergfried sich befand, einen Pferdestall für die Leibrosse des Burgherrn, im niedrigen Erdgeschoß Küchen-u. Wirthschaftsräume, eine Halle für die Diener etc. Das darüber liegende erhöhte Erdgeschoß nahm ganz oder zum großen Theil die Kemnate (Caminata) ein, ein großer hoher Säl, sehr oft durch eine Freitreppe (Greden) zugänglich oder durch ein Brückchen mit dem bedeckten Gang auf der Zwingermauer verbunden. Dieser große Säl war der Sammelplatz des ganzen Hauswesens u in der Regel mit einem ungeheuren Kamin versehen (daher der Name); Ahnenbilder und erbeutete Waffen schmückten ihn; auf dem Kamin u. einem Büffet standen die Gefäße zu Trank u. Speise. Häufig daneben, selten darunter, oft auch in einem getrennten thurmartigen Gebäude, befand sich die Burgkapelle, Schloßkapelle (lat. capella palatina, capella castellana). Ein solcher Kapellenthurm ist der sogen. Heidenthurm der B. zu Nürnberg, s. Fig. 1025. Söller od. Erker erleichterten die Uebersicht des umliegenden Terrains von diesem Säl aus u. machten es möglich, sich ohne Zugluft zu sonnen. In der Küche od. im Säl befand sich die Oeffnung eines Brunnens, theils zur Bequemlichkeit, theils um im Fall einer Belagerung nicht Wassermangel zu leiden. Wenn nicht das Herren- oder Ritterhaus, der Burgsih (frz. manoir, engl. manson, lat. manerium), vom Palas getrennt war, lag über derKemnate das Schlafzimmer für den Burgherrn u. seine Frau, ein besonderes Wohnzimmer mit Erker für die Burgfrau,‚ die Kafehte (engl. Power), daneben eine Spindestube (Stube mit Schränken) u. noch ein Zimmer für die Frauen, ebenfalls mit einem Erker versehen; darüber noch Wohnzimmer oder vielmehr Schlafräume für die Söhne des Hauses, für Freunde und vertraute Diener, und darüber die Zinne des thurmartig aufwachsenden Palas mit schmalem Umgang das Dach umgebend u. nur von einem großen Wachtthurm oder mehreren kleinen Bartizans überragt; im ersteren Fall im Thurm, im zweiten im Dach die Wohnung des Burgwarts; der sogen. tour du temple in Paris (Fig. 1026) war ein solcher Palas. Nahe dem Palas, vollständig isolirt, in einem kleinen besonderen Hof, stand der Bergfried, umgeben von einer Mauer mit Schießscharten, chemise de la tour. Die arabischen Blen waren oft weitläufiger, die Räume lagen nicht wie bei den deutschen über, sondern neben einander, die Gemächer für die Frauen dem Blick des Fremden möglichst entzogen. Bei ganz kleinen B.en, Burgställen, Burgstadeln, war der Bergfried etwas weiter u enthieltzugleich dieWohnräume des Burgherrn, der Palas fehlte dann, die hochliegende Thür dieses Thurmes (engl. Keep-tower) war für gewöhnlich durch eine Stufenleiter zugänglich, die man bei Belagerungen entfernte. Hier und da dienten auch einzelne Thürme zu Vertheidigung einer Ortschaft od. eines Landhauses, z. B. die piletowers an der englisch-schottischen Grenze. Erst durch die Kreuzzüge u. das dadurch herbeigeführte Kennenlernen der orientalischen Ben wurden die wohlhabenden deutschen Burgherren zu weitläufigeren Anlagen vermocht, welche nun auch in ihren Zusammensetzungen bald so manchfach wurden, daß man eben im allgemeinen nur sagen kann: sie enthielten dasselbe wie die älteren Been, aber in der verschiedensten Weise der Gruppirung. Die Schießscharten in den äußeren Thürmen bekamen andere Formen und Entfernungen seit Erfindung des Schießpyulvers, welche es auch veranlaßte, daß die Vertheidigungsanlagen sich auf größere Ausdehnungen aus einander schoben u. sich mehr den Anlagen von Festungen näherten. Wie schon oben bemerkt, waren die Blen in ihrer Eintheilung sehr verschieden; noch mehr mußte dies hervortreten, wo eine bes. Stellung der Besitzer ihren Einfluß äußerte, so bei den B.en der Bischöfe, geistlicher Orden etc.“ Die B. des deutschen Herrenordens zu Marienburg zeigt einen regelmäßigeren Grundriß als viele andere, siehe Fig. 1027. Viele der Benennungen sind mit Worten eingeschrieben, von den eingeschriebenen Ziffern folgt hier die Erklärung. Die Vorburg hat mehrere Zugänge, einen im Süden bei dem neuen Thurm, durch das Vorthor, einen von der am jenseitigen Ende noch durch eine Bastei vertheidigten Nogatbrücke durch das Wasserthor und einen von der Stadt durch das Schuhthor 7 am Sperlingsthurm 8. In diesem Theil der Vorburg ist 3 ein Hof, in welchen man auch über den trockenen Graben 14auf der Niklasbrücke gelangt; 1 ist ein Speicher, 2 die Niklaskapelle, 4 das Schulhaus, 5 das Sattelhaus. In den anderen Theilen der Vorburg ist 15 das alte Schnitzhaus, 16 Schäferwohnung, 17 der Schnitzthurm, 21 Harnischthurm, 22 das Tränk-od. Niederthor, 23Baderei, 24 Pfeilschäfterei, 25 Thurm, 26 Kornmeisters Wohnung, 27 und 28 Scheune, Kornhaus, Stallungen für 400 Pferde, 29 Fischhof, 30 Buttermilchsthurm, 31 Viehmeisters Wohnung, 32 Viehställe, 33 Kirche St. Lorenz, 34 Knechtefirmerie, 35 Bottichhof, 36 Kellermeisters Wohnung, 370 bis 39 Brauerei und Küche, 40 Backhaus, 41 Schlachthaus, 42 Hochmeisters Heuscheune, 43 dessen Ställe, 44 Holzhof, 45 Steinhof, 46 Steinmeisters Wohnung, 47 Apotheke, 48 der Tempel (Vorrathshaus), 49 Teich, 50 Speicher, 51 Pfeilschäfters Wohnung, 52 Poststall, 53 Hochmeisters Marstall, 54 Schirrhaus, 64 Karwan, Zeughaus; zu ihm gehören: die Buden 55, die Scheune 56, die Schmiede 57, das Gießhaus 58; 59 war das Haus des Pferdearztes, 60 der Dreßlerstall, 61 Großkomthurs Marstall, 62 das Schnitzhaus (Büchsenschäfterei), 6B3 Wohnung des Karwansherrn, 65Wohnung des Schmiedemeisters, 66 Kohlenschuppen, 67 Haus des Büchsengießers, 68 Draperie (Tuchu. Gewandhaus), 60 Wohnung des Drapiers, 70 Zimmerhof. Von den Thürmen, welche den Hausgraben vertheidigten, nennen wir: 8 den Sperlingsthurm, 10 den Dietrichsthurm, 20 den Lorenzthurm; die drei anderen-Thürme, 6, 18 u. 19, enthielten zugleich Abtritte, Danzke, und zwar 6 den Herrendanzk, 18 den Großkomthursdanzk langen wir in die Hochburg, zunächst in den Hof des mittleren Hauses, welches die Residenz des Hochmeisters, die Wohnungen der Ritter, die Remter, Konventssäle, Konventsküche ret enthielt, dann aber über die trockenen Gräben 14 in das von einem Parcham umzogene Hochhaus. Hier ist 11 der Begräbnisplatz, 12 die Schloßkirche und 13 der Pfaffenthurm. Das Hochhaus enthielt den Kapitelsäl, Kreuzgänge rings um den Hof zre. Näheres über Burgeinrichtungen etc. s. in M. M. a. W.