Armarium, n., lat., ursprünglich Waffenschrank, allmählich auf alle Schränke übertragen, in das Französische als armoire, f., u. in das Deutsche als rheinländer Provinzialismus unter den Formen Armerge u. Armenge übergegangen. Vergl. auch d. Art. Almer. A. eucbaristiae, auch armariolum, Sakramentshäuschen; a reliquiarum, Schrank zu Aufbewahrung der Reliquien, in der Mauerdicke nächst dem Hochaltar, od. in einer Kapelle od. Sakristei, innerlich mit rother Seide ausgeschlagen, nach vorn mit einem Zugvorhang von weißer, blauerod. rother Seide, mit Gold durchwirkt, dann mit einem bemalten od. vergoldeten Eisengitter u. mit einer zweiflügeligen festen und wohlverschlossenen Thüre versehen. Außerdem dient ein a. in der Nähe des Altars zu der Verwahrung der heiligen Ole, ein anderes in der Taufkapelle für das Chrisma u. Katechumenenöl. Letzteres ist innerlich mit Pappelholz auszuschlagen u. mit weißer Seide zu umkleiden. Armaria, pl., od. armararium ist s. v. w. Almerei, ursprünglich eine Reihe v. Schränken, dann auch der Raum zu deren Aufstellung.