Beschläge, m. pl.), frz. armature, garniture, f., engl. garnishment, furniture. J. In der Bedeutung eines totalen Ueberzugs, frz. doublure, engl. sheathing, lining, aus irgend einem Stoff, der aber nicht durch ein Klebmittel, sondern durch Schrauben, Nägel, Nieten u. dgl. befestigt ist u. zum Schutz oder zur Zierde od. für beide Zwecke zugleich dient. Dahin gehören die B. der Treppenstufen mit Teppichen, des Tauwerks mit Segeltuch, der Fahnenstangen mit Tuch, der Treppenlaufstangen mit Messingblech etc. II. In der Bedeutung eines theilweisen Ueberzugs mit Metall, meist mitEisen, frz.monture, f., ferrure, f., garniture f. de fer; engl. mounting, hooping, iron furnisie eintheilen nach ihrem Zweck in Handhabungs-B. und Zier-B., oder nach den sie angebracht sind, in Holz-B. an Pfählen etc.; Werkzeug-B., Thür-B., Schrank-B., Kasten-B. u. Zeug-B. an gehen-Rädern, Wellen etc. der einzelnen B. unter diesen Abtheivielen Wiederholungen führen. Nur seien deshalb hier gegeben. Schutz-B. Gewändeecken, Radstößer, Eisbrecher. etc.; Zier-B. Chatullen, Bücher etc. Verband-Ban, Armirungen gehören Klammern, Hirnringe, Zwingen, Schuhe Balkenköpfe, Streben, Pfähle etc.), Bolzen, Gebinde, Eckbleche, Schienen de. Zu den Werkzeugs-Bin die Zwingen, Ringe, Reifen, Bunde, Bänder, Winkelbänder u. dgl. mehr. Zu den Thür-Bin die verschiedenen Bänder, Schlösser, Schlüssel, Krampen, Klinken, Dreher, Drücker, Klopfer, Knöpfe, Riegel, Winkelbänder, Schienen, Schraubenbolzen, Rollen, Ruder, Schilde, Schließbleche, Schließhaken, Gegengewichte, Thürzuwerfer u. dgl. mehr. Zu den Fenster-Bin ebenfalls verschiedene Arten der Bänder, Verschlußbeschläge, Dreher, Drücker, Knöpfe, Riegel, Winkelbänder, Schienen, Schilde, Schließhaken re. Bei Schrank-Ben und Kasten-Bain kommen fast alle die bei Thüren und Fenstern verwendeten Beschlagtheile in Anwendung, außerdem aber noch Buckeln, Eckschienen, Füße, Knäufe, Henkel, Bügel etc. Das Zeug-B. für gehendes Zeug ist so manchfach, daß eine Aufzählung hier zu weit führen würde; am häufigsten wiederkehrend sind Ringe, Zwingen, Achsstifte, Bolzen, Nabenringe, Radreifen etc. Da man nun im gewöhnl. Geschäftsgang in baulicher Beziehung unter dem Namen Be blos die B. für Thüren, Fenster, Fensterläden und etwa für Kasten und Schränke versteht, so sei nur betr. dieser hier noch Einiges angeführt. Man kann dieselben in folgender Weise eintheilen: A. Beschläge zu Befestigung der Fntterrahmen. (Futterbeschläge). Wenn man bei Fenstern od. Thüren, welche in Steingewände zu stehen kommen, bei Wandschränken u. dgl., die Bänder nicht direkt in dem Stein befestigt, sondern entweder wegen des bessern Verschlusses oder wegen des eleganten Aussehens erst einen Futterrahmen an die Steine anlegt, in den man dann die Flügel einsetzt, so macht sich eine Befestigung der Futterrahmen an dem Gewände nöthig, welche den Erschütterungen bei Bewegung der Flügel zu widerstehen im Stande ist und eine Dichtung der Fuge zuläßt. Bestehen die Gewände aus Hausteinen, so lasse man an dieselben keinen Falz zu Aufnahme der Futterrahmen arbeiten, weil dieser die Dichtung sehr erschwert (s.d. Art. Falz und Gewände), sondern man lasse den Anschlag (s.d. 2. und 3.) recht genau ebenen. Bei gemauerten Gewänden lasse man ihn vor dem Einbringen der Futterrahmen recht genau eben putzen. Trotz alledem wird aber der Futterrahmen nur dann vollständig dicht anliegen, wenn er mit einer gewissen Gewalt an die Anschlagsfläche des Gewändes angepreßt wird. Dies nun, sowie die eigentliche Befestigung, erlangt man durch die Futterbeschläge. In Fig. 534 —536 sind die gebräuchlichsten unter denselben dargestellt, und zwar 534 und 535 in ½, Fig. 536 in ½ der natürlichen Größe; A ist das Gewände. a das eigentliche Futterbeschläge besteht bei Fig. 534 u. 535 aus Schraubenbolzen, die mit dem aufgehauenen Ende in den Stein eingesetzt und verbleit oder verkittet werden und ganz trocken sein müssen, ehe man die Schraube anzieht. Dennoch riskirt man bei Fig. 534, daß sich der Bolzen herauszieht; auch bei Fig. 535 ist dies allerdings minder, aber ein Ausspringen der Steinecke sehr leicht möglich. Am sichersten, aber freilich auch am wenigsten dicht, ist die Befestigung mit Bankeisen, die in die Laibungsmauer eingeschlagen werden, Fig. 536; etwas vermehren kann man die Dichtigkeit noch hier, wenn man zwischen au. das Mot hes, Illustr. Bau-Lexikon. 4. Aufl. I. Fenster b eiserne Keilchen eintreibt. Miauche rechnen auch noch die Deckleiste zu den Futterbeschlägen. B. Einhängungs- oder Bewegungsbeschläge, franz. penture, f., engl. hinge, zur Verbindung der beweglichen Flügel mit den Futterrahmen oder Gewänden. Wo die Flügel sich drehen sollen, nennt man diese Beschläge Bänder oder Angeln; s. d. Art. Band und Angel, wo die verschiedenen Arten einzeln erwähnt sind. Die Art und Weise, wie Fischbänder an Futterrahmen und Flügel befestigt (angeschlagen) werden, erhellt aus Fig. 534, wo e den Dorn des Fischbands, f den untern Bandlappen, g den obern Bandlappen, h die Nietstifte bezeichnet. Fig. 537 zeigt ein Band für kleine Fensterflügel in größeren oder in Glasthüren, a ist das Rahmholz des großen Flügels, b das des kleinen, cdas Band. Wenn die Flügel sich schieben lassen sollen, bestehen beschläge aus Schienen, Rollen, Rädern, Federn, Gegengewichten etc.; s. d. Art. Schiebefenster, Schiebethür, Fenster re. CO. Handhabungsbeschlä⸗ ge, frz. ferrure eut Ealer. Fig. 538. Zu Art. Beschläge II. E. pl. Diese bestehen, ihrem Zweck angemessen, eigentlich nur aus Knöpfen, welche verschiedene Gestalt und Stellung haben, bei Fenstern iini Aufziehknöpfe genannt; doch werden 943 Handhaben und Bügel zu diesem Zweck angebracht; s. d. betr. Art. D. Verschiußbeschläge Verschlüsse, frz. kermoir, mu., fermeture, f. engl. shutting, elosure. Dieselben sind sehr verschieden gestaltet. Bei Fenstern kommen zu diesem Zweck und Espagnolettestangen; bei Thüren, Schränken u. Kisten die Schlösser u. Riegel mit zugehörigen Griffen, Klinken, Drehern, Schlüsseln, Schließblechen u. Schilden; s. d. betr. Art. ö E. Zierbeschäge, frz. ferrure décorative, engl.ornative furniture, fancymounting. Dieselben sind entweder verzierte Formen der wirklich aktiven B., wie deren schon in Fig. 408 und 409 S. 247 gegeben wurden, u. wie wir hier in Fig. 538 ein Bockshornband und in Fig. 539 das Ende eines langen Bandes aus dem Kölner Dom geben, oder sie sind zwar an ein aktives B. Dangefügt, aber eigentlich unnöthig, wie das in Fig. 540 dargestellte Klopferbeschläge aus Kloster Neuburg bei Wien, oder endlich sind sie rein ornamental, wie die Rosette Fig. 541, die übrigens auch als Unterlage für Reinen Knopf od. als Schild unter einen Kreuzgriff od. Keildreher dienen kann, od., wie das Eck-B. Fig. 542 u. einzelnen, hier blos flüchtig oder Art. Doppelfenster, Fenster, Beschläge II. E5• 543. Schloß, Jalousie, Fenster e Jalousie, Fensterladen,