Johannes Chrysorrhoas aus Damascus, deshalb gewöhnlich Joannes Damascenus ge— nannt, geb. um 700, stand als Schatzmeister in Diensten des Kalifen und hieß als solcher Al-Mansur. Im J. 730 wurde er könch im Kloster Saba bei Jerusalem und starb um 760. Seine «Auseinandersetzung des orthodoxen Glaubensso faßt die Ergebnisse der ganzen bisherigen dogmatischen Entwickelung der griech. Kirche abschließend zusammen. Außerdem schrieb er eine Dialektik, polemische Schriften gegen die sog. Bilderstürmer und einen Dialog zwischen einem Christen und Sarazenen. J. gilt noch gegenwärtig in der griech. Kirche als dogmatische Rorm. Die beste Ausgabe seiner Werke lieferte Lequien (2 Bde., Par. 1712). Konstantinopel, s. Chrysostömus.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 869Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei