Ast, m., 1. Pflanzentheil, frz. Pranche, f., engl. branch, arm, auch dessen Ansatz im Stamme selbst, frz. noeud, m., engl. bough. Diese Astansätze in den Stämmen haben gewöhnlich nicht so viel Festigkeit wie das übrige Holz, faulen auch leichter, wodurch dann faule Äste, ausfallende Aste, frz. malandres, f., engl. snags, entstehen, daher man denn schlichte, astfreie Holz dem ästigen (s. d. Art.) vorzieht. 2. (Kriegsb.) a) Ast oder Schlag eines Laufgrabens, einer Parallele, frz. Pranche, f. engl. branch, heißt jedes gerade Stück eines Laufgrabens, einer Parallele; es mag senkrecht od. unter schiefem Winkel gegen die Kapitale eines Werkes stehen. b) Ast eines Minensystems, auch Zweig, frz. rameau, nennt man alle vor oder während einer Belagerung aus den Galerien des Contreminensystems getriebenen Gänge. c) Ast des gedeckten Weges, Schenkel, Zweig, die durch Waffenplätze begrenzten geradlinigen Theile. d) Ast einer Angriffsmine, der von der Sohle des Schachtes oder Brunnens seitwärts getriebene Gang, an dessen Ende der Minenofen angelegt wird. — 3. Ast einer Treppe, s. d. Art.Arm 6. u. Treppe. — 4. (Geom.) Bei zweiarmigen Kurven, z. B. Parabeln, s.v. w. Arm od. Schenkel.