Bädesinter m., oder Badestein, m., der aus manchen Mineralwässern sich absetzende Niederschlag, z. B. der Sprudelstein von Karlsbad, der in seinen durch Eisenoxyd gefärbten und oft mit bandartigen, welligen Zeichnungen versehenen Varietäten zu Mosaiken und Belegen, auch in der Bijouterie Anwendung findet. Budestube, f., 1. Zadestube oder Baderei, franz. éEtuve f. baignerie, f., engl. bagrio, cuppery, balneary, hießen im Mittelalter in Deutschland die Badeanstalten, welche unter der Aufsicht städtischer Bader (Barbiere) standen und gewöhnlich Wannenbäder u. Schwitzbäder umfaßten; — 2. s. Badezimmer.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 222Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei