Balkenkopf, m., frz. about de poutre, tablette, engl. head of a beam, beam-head, lat. caput tigni, so nennt man die gewöhnlich auf der Mauer liegenden Enden des Balkens. Bei den Dachbalkenlagen, dafern nicht versenktes Gebälke angewendet ist, stehen dieselben über die Mauer oder Wand hervor und dienen nicht nur als Aufstand für die Sparren, sondern zugleich zu Befestigung des Hauptsimses, dafern dieser aus Holz gefertigt wird. Es ist nicht zweckmäßig, dieselben zu vermauern, weil das Holz, dem Luftzutritt gänzlich entzogen, leicht stockt oder fault. Man lasse daher stets zwischen dem B. und dem umgebenden Mauerwerketwas Luftod. umlege wenigstens den B. mit trockenen Steinen, am liebsten Dachziegeln, Schieferplättchen od.dgl.; Anstreichen mit Theer, E Brennen der Balken etc. ver⸗ I mehrt das Übel, statt es zu ver— 757⁰ mindern; gußeiserne Balkenkopfgehäuse sind kostspielig u. dürfen ebenfalls wegen ihrer großen Dichtigkeit nicht unmittelbar am Balken anliegen. Verzierte Balkenköpfe kommen (als Triglyphen) in der dorischen Bauweise sowie auch in der Holzarchitektur des christl. Mittelalters, der Schweiz, der islamitischen Stile etc. vielfach vor; s. darüb. die betr. Art.