Balkengesims, n., auch Balkeugurt, Etagengurt etc. genannt, franz. cordon m. d'étage, engl. string-course, wägerechtes Gurtgesims, welches äußerlich da angebracht ist, wo sich innerlich die Balken befinden; solche Balkengesimse sind nicht zu empfehlen, bes. wenn sie weit vorstehen und nicht sehr steil abgewässert sind, weil dann leicht das aufschlagende Regenwasser sich durch den meist bis an die Balkenköpfe in die Mauer hineingreifenden Simsstein in die Hirnenden der Balken zieht und Fäulnis herbeiführt. Außer diesem praktischen steht aber der Anwendung der Balkengurte ein ästhetisches Bedenken entgegen: zu häufige wägerechte Theilung machteine Fagçade leicht schwerfällig; s. übr. Gesims und Gurtsims. Valkengleiche, f., die horizontale obere Abgleichungder Mauer, auf welche die Balkenlage zu liegen kommt; je genauer die Mauer horizvntal abgeglichen und abgewogen ist, desto leichter, schneller und sicherer geht das Balkenlegen vor sich. Da aber sehr selten hinreichende Genauigkeit zu erlangen ist, so bleibt man meist mit der B. einige Centimeter unter dem vorgeschriebenen Mäß, da man leichter unterlegen als von der Mauer weghauen kann.