Band mit zwei Haken. Zapfenband. bled hinge, Bei Fensterladen u. Thüren mit gebrochenen Flügeln wendet man nicht gern einzelne Bänder, am Hinterfries eins und an der Brechung eins, an, sondern lange Charnierbänder od. Aufsatzbänder, die über beide Theile des Flügels hinwegreichen und bei der Brechung ein Gewerbe bekommen. 9. Band mit zwei Haken, frz. ehe à (deux) gonds; für schwere Thüren, bei denen man fürchtet, daß ein Haken der Last nachgeben möchte, ist diese in Fig. 415 dargestellte Konstruktion annnt Der Dorn ist zum Herausziehen eingerichtet, weil man sonst die Thür nicht ausheben kann. 0) Angelband, frz. pentureé àcrapaudine, engl. sockethinge, 1. Zapfen und Pfanne, franz. piton et pivot, pin-and-socket-hinge. Bei schweren, bes.eisernen Thoren läßt man, wie in Art. Angel ausgeführt ist, häufig den hinteren Endstab als Drehungsachse, Drehspille, für den Thorflügel dienen, indem man denselben etwas länger macht, als das Thor hoch ist, den vorstehenden Theil als Zapfen abrundet und in eine eiserne Pfanne setzt, welche in einen Stein eingelassen wird. Das Thor ruht dann auf diesem Aa. u. dreht sich unten um dessen Zapfen; oben erhält es einen Angelring oder, wobei aber die Drehspille oben abgeschnitten werden muß, ein flämisches B. Bei leichteren Flügeln wird diese B.Bewegung zuweilen dadurch erreicht, daß man d. Holzthor unten an der Stelle, wo es sich drehen soll, mit einem B., Zapfenband, frz. pivoOt à Equerre, s. Fig. 416, versieht, welches einen Dorn (Gickel), frz. pivot, erapaudine male, engl. pivot, pin, erhält, der in eine Pfanne, frz. crapaudine femelle, piton, engl. step, step-brass, pan, auf dem Fußboden eingesetzt wird. Da sich indessen in die offene Pfanne leicht Schmutz ec. einsetzt, so ist es besser, dieselbeim B. anzubringen und den Drehdorn im Fußhoden zu befestigen. 2. Stiftband, frz. penture àpiton surplatine, Fig. 417, wird bei leichteren Thüren häufig angewendet. Der Thürflügel dreht sich um zwei Stifte, welche auf Bandlappen sitzen, die ihrerseits auf der oberen und unteren Kante des Flügels angeschraubt werden. In Fig. 417 ist ein solches unteres B. in halber natürlicher Größe dargestellt. Der Lappensa wird in die untere Kante des Thürflügels eingelassen und enthält den Drehstift e. Der Lappen 5 wird in den Gegenstand, an welchem die Thür angeschlagen werden soll, eingelassen und festgeschraubt; er enthält ein entsprechendes Loch c, fz.deil, engl.eye. Damit sich a u. b nicht auf ihren ganzen Flächen an einander reiben, legt man entweder zwischen dieselben über den Stift ein Metallplättchen, oder versieht die Bänder am Drehungspunkt mit flachen Verstärkungen, wie hier gezeichnet. d) Bänder mit Vorrichtung zum Selbstschließen der Thüre, frz. penture automaté, engl. selfacting hinges. Ungemein zahlreich sind die Vorschläge zu Erreichung dieses Zweckes; die meisten solcher Vorrichtungen aber sind überaus komplizirt und daher sehr leicht Beschädigungen unterworfen; wir führen deshalb in Nachstehendem nun einige der einfachsten und bewährtesten an. 1. Schuppenbänd, d. h. Hakenband mit schiefem Gewinde u. schiefem Klobenansatz; beim Oeffnen wird die Thüre steigen und also durch ihre Schwere das Bestreben erhalten, sich, indem das Band auf dem schiefen Gewinde fortgleitet, wieder zu schließen. 2. Das Band mit halbem Schraubengewinde am Kloben, Fig. 418 u. 419, beruht auf demselben Prinzip. Alle derartigen, durch ein Gleiten des Bandes auf der schraubenförmigen u. dabei doch sehr schmalen Fläche des Ansatzes wirkenden Einrichtungen nutzen sich jedoch sehr leicht ab. Einfacher u. solider kommt man zum Ziel, wenn man 3. das untere B. weiter vom Gewände und entsprechend auch von der Thüre abkröpft als das obere. Dabei kann jedoch die Thüre nur nach einer Seite aufgehen; solche Thüren sollen aber in der Regel nach beiden Seiten hin schlagen können. Verfasser dieses kann für diese Fälle aus eigener Erfahrung das von ihm erfundene 4. Mothes'sche Gabelband, frz. penture à double crapaudine, penture Mothes, engl. Mothes' forked hinge, empfehlen. Die Thüre hängt stumpf in der Mitte des Futters; oben erhält sie ein Nußband, unten die in Fig. 420 dargestellte Gabel a, an die beiden Stifte bu. e durch das Gewicht der Thüre angedrückt. Wird diese nach der Seite von ç hin geöffnet, so verläßt die Gabel den Zapfen b ganz, und umgekehrt, nach b hin geöffnet, verläßt sie den Zapfen c. Dadurch nun kommt, weil weder b noch & lothrecht unter der oberen Nuß stehen, die Drehungsachse der Thüre aus dem Loth, und die Thüre wird durch ihr eigenes Gewicht wieder zurückgetrieben; will man den Flügel blos nach einer Seite schlagen lassen, so kann man dies am einfachsten durch einen Anschlagfalz am Futter bewirken; soll fie offen stehen bleiben, so führt man die Gabel aus den Stiften heraus, worauf die Thüre sich, am oberen Nußband hängend, unten mit der Vorderecke auf dem Fußboden feststellt. 5. Man hat neuerdings an Stelle dieses Gabelbands einen halbkreisförmigen Bügel gesetzt, der entweder an der Thüre befestigt, nach bund « hin tiefer, oder, auf dem Fußboden befestigt, nach b und ehin höher steigt u. eine Nuth enthält, in welcher sich ein, im ersten Fall am Fußboden, im zweiten an der Thüre befestigtes Rädchen führt. — Doch ist bei dieser Einrichtung noch keine genügende Sicherheit gegen das Herausschnappen des Rädchens aus der Bahn erreicht worden. Vgl. übrigens die Artikel Thürzuhalter und Thürtreiber. VII. Zand, n., franz. rouette, f., engl. gad, binder (Kriegsb.), 1. auch Würgeband gen.; die um eine Faschine zum Zusammenbinden derselben gelegte Wiede oder Draht. — 2. Die durch den Rand der Flechtung eines Schanzkorbes, zum Verhüten des Aufgehens derselben, 4—5mal gestochene Wiede oder Draht. ε. VIII. Zand (Handel), frz. lien, m. engl. bundle, bei Versendung von Eisenstäbchen, Glastafeln etc. vielfach variirendes Volumen- oder Gewichtsmäß. Bei Glastafeln 3z. B. gehen auf ein B. oder Gebinde, von schwächeren mehr als von stärkeren, gewöhnlich zwischen 3 u. 6 Tafeln. Näheres s. unter Bund, Gebinde u. unter den einzelnen betr. Art. Glas, Eisen etc. IX. Band (Herald.), s. v. w. Rechtsbalken, auch Binde oder Schulterschnitt genannt; s. d. Art. Heroldsfiguren u. d. Art. Band in M. M. a. W. X.Sänder v.Hanfgewebe oddgl.dienen häufig zu Verbindung einzelner Theile; das Band ohne En de oder endlose B., frz. cordé f.sans fin, engl. endléss band or belt, aus Gewebe oder Riemen, sowie auch das vielgelenkige Band ohne Ende, eigentlich eine flachgliederige Kette, dienen als Transmissionsmittel bei Maschinen.