FeedAufpappen
TechnikBau-Lexikon 1881

Aufpappen, akt. Z., s. v. w. aufkleben; daher 2. Spottausdruck für unsolide Befestigung. nufpatroniren, akt. Z., s. Patrone. nufpausen, akt. Z., Zeichnungen auf Flächen mittels des Pausens (s. d.) übertragen: die Hinterseite der Zeichnung wird mit Lindenkohle geschwärzt, dann locker, aber ruhig und sicher, auf oder an die Fläche angedrückt und schließlich die Konturen mit einem spitzen Griffel überfahren; infolge dessen zeigen sich die Umrisse der Zeichnung deutlich auf der betr. Fläche; s. d. Art. Pausen. nufpfropfen, aupfropfen, akt. Z., frz. enter, engl. to graft up, eine Längenverbindung stehender Hölzer. Die Hirnflächen (Anstöße) beider Theile müssen genau winkelrecht auf der Achse stehen und sauber bearbeitet, am besten gehobelt sein. Es giebt mehrere Arten dieser Verbindung. Die einfachste, zugleich die . (Pfähle etc.), besteht darin, daß man um beide Hölzer an der Stoßfläche einen starken, 8 bis 12 cm. breiten Eisenring legt, welcher, zur Hälfte seiner Breite in jeden eingreifend, beide umschließt und nach seiner ganzen Dicke in sie eingelassen ist. Zur größern Sicherung kann zu dem Eisenringe nach Fig. 284 ein doppelter Spitznagel hinzugefügt werden, welcher genau in der Mitte des Pfahles nach vor⸗ Fig. 283. D 0 284. herigem Vorbohren eingesetzt Aafeiredien wird. Man wendet wohl auch gegossene Platten an, welche den Spitznagel in der Mitte und ringsum einen den Ring ersetzenden Rand erhalten, s. Fig. 283. Noch größere Sicherheit erreicht man durch Einschlagen möglichstlanger Klammern, Bänder etc. Weitere Arten der Aufpfropfung s. unter anpfropfen, Blatt, Schere, Zapfen etc. nufpitcken, akt. Z., besporen, rauhpicken, schuppen, frz. Piquer, engl. to roughen, to prick-up, Aufhauen des Holzes in Fachwänden, d. Bretschalungen etc., n besserer Haftung des Putzes. Man haut mit einer Queraxt, mit der Spitze des Beils oder mit einem scharfen Mauerhammer in Abständen von 2—3 em. so in das Holz ein, daß die Späne am Holz fest bleiben und nur etwas abgebogen werden. Dabei haut man abwechselnd nach rechts u. links ein. Da aber der auf s aufgepicktes Holz gebrachte Putz bei dem Trocknen und Quellen des Holzes leicht reißt, auch, wo er s stark wird, leichtabfällt, so ist das Berohren (s. d.) weit vorzuziehen. As.) nufpudern heißt: auf Papier vorgezeichnete Gegenstände, deren Konturen mittels einer starken Nadel durchstochen sind, auf Wand- und Deckenflächen übertragen; man legt die durchstochene Zeichnung auf die Flächefest auf u. überwischt od. tupft sie mit einem Leinwandbeutelchen, Bäuschchen, welches mit gepulverter Lindenkohle gefüllt ist; dann zeigen sich die Konturen der Zeichnung auf der Wandfläche.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 186Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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