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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Baumöl, u., Olivenöl, frz. huile f. d'olive, engl. oliveoil. Das B. wird gewonnen aus den Früchten des europäischen Oelbaums (Olive, Oléea europaea L., Fam. Oleineae), welcher in Südeuropa vielfach kultivirt wird. Die reifen Früchte werden im November und Dezember gepflückt.Auf einer Mühle zerreibt man sie leicht u.bringt sie dann unter die Presse. Die Güte des B.s hängt theils von der Sorte der Früchte, theils von deren Reife, theils von der Behandlungsweise ab. Das weiße B. und das gelblichweiße Provenceröl wird durch mäßiges kaltes Pressen erhalten (das Jungfernöl, huile-vierge, durch noch gelinderes Pressen gleich nach dem Einsammeln); das gewöhnliche B. wird erzeugt, indem man die Rückstände mit kochendem Wasser übergießt und scharf auspreßt. Die schlechteste Sorte, von grünlichem Ansehen, unangenehmem Geruch und Geschmack und dicklicher Beschaffenheit, gewinnt man durch nochmaliges Nachpressen und Mitverwendung der unreifen angefaulten Oliven. Letztere Sorte dient fast nur zu Herstellung der venetianischen oder Marseiller Seife. Auch dient das B. zum Reinigen der Gemälde in Oel; s. d. Art. Gemälde, Lackiren derselben. .

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 308Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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