FeedBegräbnisplatz
BaukunstBau-Lexikon 1881

Begräbnisplatz, m., frz. lieu d'ensevelissement, cimetière, m., engl. burial ground, burying-place, lat. aréa sepulturae, f. Bei fast allen gebildeten Völkern hat der B. eine gewisse Heiligkeit. Ueber die Begräbnisplätze heidnischer Völker s.d. Art. ägyptisch, assyrisch, aztekisch re., sowie den Art. Mausoleum, Nekropole, Gräberstadt etc. In der sogen. Steinzeit schon kam die Sitte auf, die Todten einer Gemeinde auf einem gemeinschaftlichen Platz zu begraben, theils liegend, theils sitzend; in der sog. Bronzezeit schon werden die Einzelgräber seltener und hören in der Eisenzeit auf. Ueber die altchristlichen Begräbnisplätze s. d. Art. altchristlich und Katakomben. Im christlichen Mittelalter wurden die Leichen theils in den Kirchen, theils in unmittelbarer Umgebung derselben, bei Klöstern im Kreuzgang, bei Burgen in einer Krypta unter der Kapelle, begraben und hieß daher der B.meist Kirchhof (s. d.), jetzt egt man die Begräbnisplätze in der Regel außerhalb der Städte an; s. d. Art. Friedhof; vergl. auch d. Art. campo santo, eimetière etc.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 324Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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