Beleuchtungsmaterialien, n. pl. Die besten Beleuchtungsmittel sind Kohlenwasserstoffe, welche, indem sie in Berührung mit der Luft verbrennen, eine leuchtende Flamme geben. Solche Stoffe sind das thierische Fett, bes. Talg und Thran, und Pflanzenöle, wie Rübsamen-, Leinsamenölec.; ferner geben aber auch gewisse bituminöse Mineralien, wie Stein- u. Braunkohlen, fett- u. ölartige sowie auch gasige Beleuchtungsstoffe ab, wenn sie der trockenen Destillation unterworfen werden. Die Entdekkung der mineralischen flüssigen Kohlenwasserstoffe, bes. der Petroleumquellen, hat eine vollständige Umwälzung der häuslichen Beleuchtung zur Folge gehabt, und es sind dadurch eine große Anzahl sehr verschiedener Beleuchtungsapparate in Anwendung gekommen, so namentlich auch mit Bezug darauf, daß man atmosphärische Luft mit sehr flüchtigen Kohlenwasserstoffen imprägnirt und als Leuchtgas benutzt. Andere Beleuchtungsapparate sind zu dem Zweck konstruirt, daß die von flüchtigen Kohlenwasserstoffen erzeugte Flamme mit konzentrirtem oder reinem Sauerstoff, den man aus der Luft gewinnt, gespeist wird; hierauf ist die sogen. Carboxigenbeleuchtung begründet, wie sie z. B. Dr. Joseph Philipps in Köln mit Erfolg eingeführt hat; man erhält damit ein sehr reines, helles und dabei billiges Licht, welches sich gut zur Beleuchtung größerer Räume, wie Theater, Fabriksäle u. dergl., oder auch für Leuchtthürme eignet; s. übrigens auch d. Art. Gasbe—