Bergseife, f. lat. argilla sapo, eine Art Thon, kommt lagerweise in der Nähe von Basaltgebilden, auch mit Braunkohlen u. Torf vor. Sie ist derb, im Bruch uneben, flachmuschelig bis erdig, sehr weich, matt, wird durch den Strich fettglänzend, undurchsichtig, von verschiedenen dunklen Farben, ist fett anzufühlen, schreibt, färbt jedoch nicht ab. Im Wasser fährt sie mit Knistern auseinander. Ihrer chem. Zusammensetzung nach besteht die B. aus einer Verbindung von Thonerde, Kieselerde, Wasser u. etwas Eisenoxyd; sie dient als Seife zum Waschen für grobe Zeuge. Vergseil, n. (Bergb.), dient zur Förderung und besteht aus starkem getheerten Hanfseil, neuerdings aber meist aus Draht; s. d. Art. Drahtseil. S/⁰.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 346Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei