Bimsstein ist eine schwammige oder schaumige Varietät des Obsidians, einer glasartigen Lava, also ein vulkanisches Produkt, entstanden durch das Durchströmen von Gasen oder Dämpfen durch glutflüssige trachytische Laven, wobei die erstarrende Masse jenes charakteristische zellig-blasige Gefüge annahm. Die langfaserigen, bisweilen wie Seide länzenden B. sind ramen Diswääte an Kiesel-I als die rundporigen. isweilen liegen in der Masse größere Krystalle von Feldspat ausgeschieden. Das Vorkommen des B.s ist an die Vulkane gebunden, wo er sich teils in Form loser Auswürflinge, teils in Verbindung mit Obsidianlavaströmen findet, so auf den Liparischen Inseln, auf Teneriffa, auf Island, in Ungarn, in Mexiko, in der Auvergne und in Form eines Bimssteintuffs lals Traß oder Duckstein) im Brohl⸗ und Rettethale bei Neuwied. Man braucht den B. zum breiben (Schleifen) von Pappe, Holz, Metall, das Pulver zum Abschleifen der verschiedensten Materialien. Das rhein. Bimssteintuff ist ein vortreffliches Baumaterial. Seife, welche in frischbereitetem, dickflüssigem Zustande (als Seifenleim) mit sehr feinem Bimssteinpulver vermengt wurde, Bimssteinseife, ist ein vortreffliches Reinigungsmittel für die Hände. Künstlicher Bimsstein, von Hardtmuth in Wien erfunden, wird durch scharfes Brennen eines Gemenges von scharfem, feinem Quarzsand mit feuerfestem Thon bereitet und von den Tischlern zum Schleifen des Holzes gebraucht. zin (türk.), tausend; Bimbaschi (B. Baschi),