Bergwissenschaften, k. pl., s. unter d. Art. Bergbau. Vergzeichnung, k., 1. (Bergb.) graphische Darstellung der Grubenbaue und Lagerstätten, erfolgt im allgemeinen durch Projektionen auf drei zu einander rechtwinklige Ebenen. Man unterscheidet: a) Grundriß, d. i. ein söhliger Durchschnitt od. die söhlige Projektion, welche das 411 hen zeigt, während die Fallrichtung durch einen Pfeil 6 mit beigeschriebener Gradzahl, ebenso die Mächtigkeit durch hinzugefügte Zahlen angedeutet wird; b) Seigerri ;, die seigere Projektion, welcher meistens nur bei Grubenbauen angewendet wird, wenig bei Lagerstätten; e) Profile, Seigerdurchschnitte, dem vorigen ähnlich. Man stellt Auer- und Längenprofile dar, von denen die ersteren Fallwinkel und Mächtigkeit zeigen. Die Profillinien, in welchen die Durchschnitte gedacht sind, werden im Grundriß angegeben, ebenso in den Profilen u. Seigerrissen das Niveau der Grundrißebene; d)flache Risse werden nur bei Grubenbauten angewendet u. stellen dieselben in der Projektion auf die Ebene der Falllinie der Lagerstätte dar. 2. (Topogr., Kartogr.) die Manier, Berge in Karten einzuzeichnen, und dabei sowohl ihre Grundrißgestalt als ihre Abdachung anzudeuten. Man markirt dabei die mehr oder mindere Abdachung der Berge: a) durch die Darstellung der Durchschnittslinien der Bergabdachung mit angenommenen Horizontalebenen, die man sich in regelmäßigen Höhenabständen durch die Berge gelegt denkt; je steiler der Abhang, desto näher kommen also diese Linien aneinander; b) durch rechtwinklig auf die um den Berg zu legenden Horizontallinien errichtete, also im Grundriß strahlenförmig vom Gipfel ausgehende Linien, die dünner od. stärker sind, dichter od. weiter von einander stehen, um die mehr oder weniger steile Abdachung anzudeuten.