Berme, f., frz. berme, berne, lisière, f., engl. berme, berm, bench, Böschungsabsatz, besonders: 1. (Kriegsb.) auch Wallabsat, ist ein 1—2 m. breiter, im Bauhorizont (mindestens 1,3½m. unter der äußeren Kretenlinie) gelegener Gang zwischen dem Fuß der äußeren Wall- od. Brustwehrböschung u. dem oberen Rand der Escarpe, sowohl im passagèren als auch im provisorischen u. permanenten Befestigungsbau. Ihr Zweck ist: Schutz des Grabens vor dem Herabrollen der abgeschossenen Brustwehrerde, Erleichterung der Bauausführung der Brustwehr, theilweise Befreiung der Escarpenböschung vom Druck der Brustwehr, Aufnahme von Annäherungshindernissen, Hecken, Verhau, Drahtzaun, Sturmpfähle. — 2. Ein 0,, mebreiter, im Bauhorizont gelegener Streifen zwischen dem Fuß der innern Brustwehrböschung u. dem oberen Grabenrand bei Sappen und Schützengräben; dient hier ebenfalls als Schutzmittel gegen das Herabrollen der Erde in den Graben, in letzterem Fall auch zum Aufstützen der Ellbogen beim Feuern. [Pte.] — 3. Berme heißt auch die obere Kante der gemauerten Escarpe, auf die sich die Wälle aufsetzen, welche gewöhnlich als Normalebene für die Höhenabmessungen der ganzen Anlage gilt, von der aus die Höhen als positiv, die Tiefen als negativ gerechnet werden; s. Festungsbau. — 4. (Wasserb.) frz. retraite, f., pas de sOuris, engl. set-off, retréeat, schmaler oder breiterer Streifen Land, der vor od. hinter dem Deich stehen bleibt. — 5. (Straßenb., Eisenb.) frz. PDanquette, f., engl. banke, stage, die zu Verhinderung des Nachrutschens angelegten Absätze an hohen Böschungen (s. d.). Ms.)