FeedBewegungsmechanismen
TechnikBau-Lexikon 1881

Bewegungsmechanismen, m. pl., werden die mechanischen Vorrichtungen zu Verwandlung und Regulirung der Bewegung in den Maschinen genannt. Ein Mechanismus zu Verwandlung einer Bewegung in eine andere besteht aus wenigstens zwei Bestandtheilen, von denen jeder nur eine gewisse einfache Bewegung zu machen vermag, die aber mit einander in der Weise in Zusammenhang gebracht sind, daß durch die Bewegung des einen die Bewegung des andern hervorgebracht wird. Die einfachen Bewegungen der Elementarbestandtheile einer Maschine sind, wie in Art. Bewegung angeführt, hauptsächlich 1. die geradlinig fortschreitende, 2. der geradlinige Hin- u. Hergang, 3. die gleichgerichtete Drehung, 4. die Hin- u. Herdrehung. Außer diesen kann man noch krummlinige Bewegungen in Betracht ziehen, die aber nurausnahmsweise vorkommen. Die genannten Bewegungsarten lassen sich in sechzehnfacher Weise verwandeln, wobei die unendliche Zahl von Varietäten, denen jede dieser erwandlungen unterworfen werden kann, unberücksichtigt gelassen ist. Die am häufigsten vorkommenden Bin sind: Schraube ohne Ende, Rollen, Riemenscheiben, Räderwerke, Excentriks und Krummzapfen, Gerade- und Senkrechtführungen, Schaltungen etc.; s. d. betr. Art.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 368Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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