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TechnikBau-Lexikon 1881

Blatker, m., Placker, m., franz. plaque, f. 1. Wandleuchter, Häugeleuchter mit Reverbre, Blendleuchter. — 2. (niedersächs.) dünner blecherner Leuchter. Blackfischbein, u., s. d. Art. Sepia. Black-iron-Wwork, black-work, s.,engl., das Grobeisen, Großeisen, Baueisen, die Schmiedearbeit an Ankern, Schlaudern re. Black-japan, s., engl., der Asphaltlack, Eisenlack. Black-lead, s., engl., 1. (Miner.) das Reißblei, der Graphit, das Wasserblei. — 2. Eine aus feingemahlenem Graphit angefertigte Tuschfarbe, welche, mit Wasser angerieben und mit dem Pinsel aufgetragen, feine Bleistiftschraffirung ersetzt. Zu beziehen durch Winsor & Newton, Rathbone-place, London. Black-lead-pencil, s., engl., Bleistift, Bleifeder. Blackmalerei, f. Ausdruck für Niello (s. d.). Black-rose-wood, s.,engl., s. d. Art. Jakarandenholz. Black-smith, s., engl. der Schmied, Grobschmied; blacksmiths-coal, die Schmiedekohle. Black-wood. s., engl., 1. schwarzes Botanyholz, ist das ungemein harte Holz der breitblätterigen Dalbergie (Dalbergia latifolia Koαι., Fam. Hülsenfrüchtler), eines ostindischen Baumes. Es ist anfänglich blau, wird später tiefsschwarz, kommt im Handel vor und wird zu feinen Drechslerarbeiten gern verwendet. — 2. Das Holz der Schwarzholz-Akazie (Acacia Melanoxylon H. Br., Fam. Hülsengewächse), eines australischen Baumes, das zu Anfertigung feiner Möbel geschätzt wird. Die Rinde giebt ein katechuartiges Gummi. Blade, s., engl., 1. die Klinge; b. of an oar, das Ruderblatt; b. of a saw, sauw-blade, das Sägeblatt. — 2. Dachschwelle, Mauerlatte des Dachstuhls. Vladerholz, lätterholz, Blatterholz, n., s. Guajakholz. Bladung, Glattung, Laschung, f. frz. écart, m.,engl.scarf (Schiffb.), Verbindung der Seitenplanken nach der Länge: man schneidet dieselben auf 30—40 em. vom Ende herein halb durch und haut die durchschnittene Hälftegleichmäßig ab, worauf man das auf die erste Art bearbeitete Ende der andern Planke auf dieselbe aufnagelt. Man unterscheidet 1. gerade B., franz. écart m. simple, engl. plain-scarf; 2. versatzte B., frz. écart m. double, engl. dice-scarf. Blühhaus, n., in Oesterreich s. v. w. Hohofen (s. d.). Blaireau, m., frz., Dachs, daher der aus Dachshären gefertigte Abputzpinsel des Vergolders. Blairie, m., frz., Trift, Triftgerechtigkeit. Blake, Blüse (Schiffb.), s. v. w. Baake 4. Blaker, m., Wandleuchter, s. Blacker 1. Blancç, m., frz., das Weiß, die weiße Farbe. 1. Blane de doreur, auch blanc, m., schlechthin (Vergold.), der Grund, Leimgrund; gros blanc, dieKreidepaste, die Masse zum Formen der auf das Holz zu legenden Ornamente. — 2. Blanc m. de baleine, der Walrat. — 3. Blanc de Hollande, holländische Weißpappel. — 4. Blanc d'Espagne, Spanischweiß, Schminkweiß, Perlweiß, s. v. w. magisterium bismuthi, basisch-salpetersaures Wismuthoxyd, (s. d.). — 5. Blanc en bourre, Mörtel aus Kalk oder Gips mit Kuhhären; s. Härkalk. — 6. Blanc fixe, Permanentweiß. Unter diesem Namen kommt ein feuchter Teig von amorphem schwefelsauren Baryt im Handel vor. Das Permanentweiß ist blendend weiß und findet sehr ausgedehnte Anwendung als Wasserfarbe bei der Tapeten-, Buntpapier- u. Kartenfabrikation; es wird hier mit Leimlösung in verschiedenen dünnen Schichten aufgetragen, und übertrifft an Farbe u. Deckkraft das Bleiweiß. Als Zusatz zu anderen Farben ist es bes. wegen seiner chemischen Indifferenz und Neutralität geeignet, indem es deshalb die Farbentöne fast ganz ungeändert läßt. Man stellt es im großen dar, indem man Schwerspat mit Kohle glüht, das durch Reduktion aus dem Schwerspat entstandene Schwefelbarium in Wasser löst, die Lösung mit Salzsäure zersetzt u. dann das Blanc fixe durch Schwefelsäurezusatz aus der salzsauren Lösung fällt. Oder man löst Witherit (kohlensauren Baryt) in Salzsäure und fällt aus dieser Lösung das B. f. mit Schwefelsäure. Der auf beide Arten erhaltene blendend weiße Niederschlag wird auf einem Filter mit Wasser gut von der anhängenden Säure befreit und feucht in den Handel gebracht. Permanentweiß wird bes. in Köln, Lille, Mannheim etc. fabrizirt. Die Verwendung des B. f. ist, weil diese Farbe erst seit einigen Jahren im Handel vorkommt, noch eine beschränkte; es ist unzweifelhaft, daß sie in vielen Fällen vortheilhaft verwendet werden kann; so soll sie, z. B. auf glatter Kalk- od. Gipswand mit leichter Leimung einigemal dünn aufgetragen und dann mit einer dichten Bürste abgerieben, eine schneeweiße haltbare Glanzfläche geben, welche einem Lackanstrich auf Holz nicht nachsteht. B. f. kann auch als Zusatz zu den Farben, die dem Wasserglas zugesetzt werden, dienen, wie Zinkweiß, Kreide etc., bes. um die gegenseitige Zersetzung dieser Farben mit Wasserglas zu verlangsamen. — 7. B. de Goslar, der Goslar'sche Vitriol (s. d.). — B. de Meudon, de Troyes, die Schlämmkreide. — 9. B. de plomb, das Bleiweiß (s. d.). — 10. B. de zinc, das Zinkweiß. blanchir, akt. Z., franz., 1. (Maurer) engl. to whitewash, weißen (s. d.). — 2. (Tischl.) mit dem Schlichthobel glätten. — 3. engl. to blanch (Met.), weißsieden, sieden. — 4. engl. to bleach, bleichen. — 5. blanchir la ouverture en plomb, das Bleiblech eines Bleidachs verzinnen. — 6. blanchir la fonte grise, das Roheisen weiß machen. Blangseite, f., Zlangenthür, f., in Holstein für Hauptfront, Hauptthür. blank, adj., engl., s. v. w. blind (s. d.), von Fenstern, Thüren, Bögen etc. gesagt. Blanke, f., 1. s. Planke. — 2. Zinn- und Kupferregal in Küchen. Blünke, f., 1. (Wasserb.) Untiefe im Wasser od. Hemmnis in demselben, welches zwar das Wasser verhindert, schnell abzufließen, aber die Oberfläche glatt u. ruhig läßt. — 2. (Blöße, Forstw.) von Bäumen und Sträuchen entblößter Platz im Wald oder dergleichen Ebene.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 391Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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