Blechdach, n. (Baut). Mit Eisen⸗, Kupfer-oder Zinkblech beschlagene Dächer können sehr flach gehalten werden; in der Regel bekommen sie pro lauf. m. reichlich 4em. Fall, also einen Neigungswinkel von etwa 20, bei guter Ausführung sogar nur von 10. Jedes mit Blech abzudeckende Dach wird (besser sparrenrecht als quer) mit rauhen, möglichst trockenen, gleich starken Bretern verschalt, deren Kanten gesäumt, besser aber abgeschrägt od. gespündet sind; das Blech wird hierauf in langen Streifen aufgelegt, welche (oft schon zuvor in der Werkstatt) aus den einzelnen Tafeln zusammengelöthet od. mit doppeltem Falz (s. d. Art. Blechbiegemaschine u. Falzmaschine) verbunden und auf dem Dach mittels sog. Heftbleche auf die Schalung genagelt werden; nie aber dürfen, um das Eindringen des Wassers zu vermeiden, Blechtafeln ohne Heftbleche unmittelbar angenagelt werden, selbst nicht bei Anwendung von Blechnägeln, weil bei dem Zusammenziehen des Metalls durch die Winterkälte die N agellöcher leicht ausreißen. Die aufbenagelten Blechstreifen werden mit einander ebenfalls durch Falze vereinigt u. diese Falze in der Regel auf die Dachfläche niedergeschlagen, bei Weißblechbedeckung oder bei wenig Dachneigung auch wohl noch mit Zinn verlöthet; unzweckmäßig ist es, die Metalltafeln nicht zu falzen, son⸗ ö dern blos über einander zu löthen (s. d.). 3090 s. unt. d. Art. Dach, Dachdeckung, Dachung ze.