Bleidach, n., frz. toiture f. en plomb, engl. lead-covering, plumb-roofing, mit Bleiplatten eingedecktes Dach; man verwendet dazu Rollenblei in 6580 em. breiten, 40—2, m. langen, 2—3 ½ mm. dicken Bleiplatten (s. Bleiblech). Dieselben werden auf der Horizontalfuge mit 6—10 em. Ueberdeckung verlöthet, auf der steigenden Fuge entweder mit Leisten überdeckt, die dann wieder mit Blei belegt werden, oder in runden Falzen oder Rollenfalzen über einander gefalzt od. auch zusammengelöthet. Derartige Dächer brauchen sehr wenig Fall(1:14 bis 1:10); da aber das Blei sich in der Hitze sehr ausdehnt, in der Kälte bedeutend zusammenzieht und die Platten sich daher leicht von einander lösen, auch bei Feuersgefahr leicht das schmelzende Blei die zur Hülfe herbeieilenden Personen verletzt, so wendet man sie fast gar nicht mehr an; Zink- u. Kupferdächer sind jetzt gebräuchlicher; s. übr. Dachung.