FeedBleioryd
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Bleioryd, n. Es giebt vier Oxyde, Sauerstoffverbindungen des Bleies; nach dem vorwiegenden Bleigehalt geordnet sind es folgende: a) Bleisuboryd (2 Aequ. Blei u. 1 Aequ. Sauerstoff), blos von wissenschaftlichem Interesse. k., massicot, m., s. Bleiglätte (1 Aequ. Blei und 1 Aequ. Sauerstoff). e) Bleisesquloryd, welches, mit Bleioxyd verbunden, die Mennige giebt. d) Bleisuperoryd (1 Aequ. Blei und 2 Theile Sauerstoff). Alle Bleioxyde sind in der Glühhitze leicht durch Kohle zu metallischem Blei reduzirbar; sind daher z.B. Glätte od. Mennige mit anderen Substanzen, wie Ziegelmehl etc., verfälscht, so bleibt, wenn man eine Probe mit Kohle zu Metall reduzirt, neben dem Blei die verfälschende Substanz übrig.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 412Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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