FeedBleiglätte
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Bleiglätte, Gold. oder Silberglätte, f., auch blos Glätte, Kaufglätte, Bleiglöte, f., frz. litharge, f., engl. litharge, geschmolzenes Bleioxyd, welches durch Hitze u. Luft bei dem Abtreiben (s. d.), der Ausziehung des Silbers aus dem Blei, der sogen. Treibherdarbeit auf dem schottischen Sleiherd, engl. blast-hearth, scotch ore-hearth, entsteht; die blaßgelbe Sorte nennt man Silberglätte, die röthliche Goldglätte. Man benutzt B. als trocknende Substanz bei den ersten Oelfarbenanstrichen auf Holz und Gips (s. d. Art. Siccatif u. Anstrich 1); auch, wenn Leinöl zu Firniß gekocht wird, pflegt man darin für denselben Zweck B. aufzulösen; auch dient sie zum Glasiren des Töpfergeschirres; s. d. Art. Bleiglas 2. Wird die Glätte mit Kohle zu metallischem Blei reduzirt (gefrischt), so erhält man das Frischblei, Glättblei oder Weichblei, s. unt. Blei. Vgl. auch d. Art. Anstrich 3, 5, 10, 76—77.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 411Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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