bronziren, trans. Z., frz. bronzer, engl. to bronze, to braze over, Gegenständen aus Horn, Metall, Holz, Gips re. durch einen Anstrich das Anse ehen von Bronze geben. Die Bronzirung, frz. bronzage, m., engl. bronzing, ist sehr manchfach; nur einige Meth hoden, nach den zu bronzirenden Materialien geordnet, seien hier aufgezählt: A. Bronzirung auf Horngegenstände. a) Jodkalium, auf Kupferfarbe aufgetragen, giebt eine Rothbronzefarbe. bp) Musivgold auf Horn erhält man, indem man 5 Th. Quecksilber mit 15 Th. Zinn verbindet (durch Erhitzen in einem Tiegel), nach dem Erkalten pulverisirt u. mit 3 Th. Schwefel und 5Th. Salmiak mischt. Man erhitzt die Mischung in einem Kolben im Sandbad, bis das Quecksilber verdampft, und wendet sie dann an. B. Bronzirung auf Thon, Stein, Putz, Tapete etc. a) Durch Aufreiben eines der im Art. Bronzefarben aufgezählten Pulver mit dem trockenen Pinsel auf die vorher geleimte Fläche u. nachheriges Abbürsten. b) Durch Aufpudern auf Firnißanstrich., e) Um abgenutzte Bronze nachzuahmen (an Oefen etc.), reibt man Kienruß u. Chromgelb mit Firniß oder Leim ab u. streicht diese Farbe mit einem Pinsel auf; erst wenn die gestrichene Farbe baldtrocken ist, bringt man Bronzepulver an gewissen Stellen, bes. an Ecken, auf. C. Bronzirung auf Holz etc. a) Nachdem man die aus Holz geschnitzten Gegenstände abgeschliffen hat, reibe man zum Grund Berliner Blau, Bergblau u. feinen gelben Ocker, jedes gesondert, mit Wasser, Terpentin oder Oel ab, mische sie dann in solchen Verhältnissen, daß die gewünschte Farbe zum Vorschein kommt, u. streiche damit. Alsdann reibe man unechtes Blattgold oder Goldbronzefarbe mit demselben Bindemittel, wie früher die Farben, u. trage es mit Geschmack auf die hervorragenden Theile auf. 5) Man mische Musivgold mit Eiweiß, klarem Firniß oder Weingeist, worin mineralisches Gummi vorher aufgelöst worden ist, u. streiche die Mischung mit einem Pinsel auf und polire nach dem Trocknen mit einem Wolfszahn; auch kann man sich des feinen Pulvers von metallischem Kupfer bedienen, welches sich aus einer Auflösung von salpetersaurem Kupfer durch Einlegung von blanken Eisenstücken niedersetzt, hierauf gut mit Wasser gewaschen und mit 6 Theilen gebrannter, fein gesiebter Knochen gemengt wird; durch Anstrich mit Weingeistfirniß wird die Bronzirung fixirt. c) Man beizt den betr. Gegenstand schwarz, nimmt dann Goldgrund, mischt demselben etwas römischen O cher und Berliner Blau bei und überzieht damit die schwarzgebeizte Fläche schwach. Ist der Anstrich soweit trocken, daß er sichzwar noch klebrig anfühlt, ohne jedoch abzugehen, so reibt man mit einem harten baumwollenen Lappen, den man vorher in eine beliebige Bronzefarbe (s. d.) getaucht hat, die hervorragenden Stellen und giebt ihnen noch einen schwachen Ueberzug von Goldgrund, verdünnt mit Terpentingeist. Durch Zusetzen von mehr od. weniger Blau verändert sich die Farbe der Bronze, ebenso durch grüne Bergasche; nur trage man die Farbe nicht zu dick auf die Beize auf, damit das Schwarze durchschimmern kann, weil dies der Farbe⸗ ein metallisches Ansehen verleiht. d) Das Holz wird mit Oelfirniß oder Trockenöl 2mal schwach gestrichen. Wenn der Anstrich beinahe trocken, aber noch klebrig ist, tupft man mit einem Baumwollbäll lc hen Bronzepulver auf und reibt es leicht ein. Ein Firnißauf trag auf die fertige Bronzirung schützt sie zwar, verändert aber die Aehnlichkeit mit wirklicher Bronze. e) Gegenstände, die im Innern aufbewahrt werden, also der Nässe nicht ausgesetzt sind, grundirt man 2- bis Zmal mit schwachem Leim; dann trägt man 4—5 Anstriche eines Leimgrunds aus Kreide u. Leim auf, schleift den Gegenstand mit Schachtelhalm, tränkt ihn nochmals mit dünnem Leim und giebt dann noch einen stärkeren, mit Ocher oder Chromgelb versetzten Leimanstrich, auf den man das Bronzepulver aufträgt, so lange er noch klebrig ist. Für Silberbronze mischt man dem letzten Leimanstrich etwas Kienruß u. Bleiweiß bei. ) Durch Anwendung von blauer, grüner etc. Farbe kann man die verschiedenen Nuancen der Patina sehr gut nachahmen. Hierbei thut, wie bei jeder Imitation, das persönliche Geschick, der Geschmack etc. die Hauptsache. D. Bronzirung auf Gußeisen. a) Den betreffenden rohen Abguß von Gußeisen bürste man mit einer Messing- oder Kupferdrahtbürste, welche man mit Wasser befeuchtet, so lange, bis der gewünschte Grad von Bronzefarbe u. Glanz erreicht ist. b) Man tauche die betr. Gegenstände, nachdem sie blank abgefeilt od. gescheuert sind, in Kupfervitriolauflösung oder bestreiche sie mit derselben, wodurch sich eine sehr dünne Rinde von Kupfer auf dem Eisen niederschlägt. c) Man streicht den Gegenstand mit einer od. zwei Lagen. ochergelber Oelfarbe, läßt diese trocknen und trägt zwei Lagen dunkelgrüner Oelfarbe darauf; sobald die letzte Lage beinahetrocken ist, bürstetman die erhabenen Stellen ganz leicht und flüchtig mit einer harten, mit Pulver von Ochergelb bestreuten Bürste; das Pulver bleibt hängen und ahmt die metallische Bronze gut nach. Diese Methode ist auch auf Stein, Thon etc. anwendbar und, da sie blos mit Oelfarbe hergestellt ist, dauerhaft und billig. d) Für feine Gegenstände. Man reibt Ochergelb mit Kopalfirniß an, trägt es mittels eines Pinsels von Dachshären auf, läßt die erste Lage trocknen und polirt sie mit Bimssteinpulver. Hierauf werden nach einander mehrere Lagen eines auf dieselbe Weise bereiteten, nach Bedürfnis aus Blau u. Gelb zusammengesetzten Grüns aufgetragen, die man jedesmal wohl trocknen läßt. Wenn die letzte Lage baldtrocken ist, wird sie miteinem weichen Pinsel in Bronzepulver getaucht, leicht abgerieben, indem man die Stellen, welche mehr glänzen sollen, stärker drückt; nach völligem Trocknen wird das Ganze gefirnißt. e) Galvanisch niedergeschlagenes Kupfer wird mit Lösungen von Harzen und Terpentin in leichtem Steinkohlentheeröl eingerieben und gleich der Oelfarbe aufgestrichen; mit fettem Oel angerieben, bekommt das Kupfer einen grünlichen Schimmer. E. Auf andere Metalle. a) Messingene Figuren od. Ornamente zu b. Man lackirt die messingenen Gegenstände an den Stellen, welche Goldfarbe bekommen sollen, u. reibt für diejenigen Theile, welche bronzenes Ansehen bekommen. sollen, Umbra (gebranntod. in natürlichem Zustand, je nach der Farbe, die man verlangt) mit einer kleinen Quantität Weingeist an. Ebenso verfährt man mit Bergblau u. auch mit dem feinsten gelben Ocher. Will man von diesen Farben Gebrauch machen, so nimmt man blassen Goldlack und setzt demselben eine Portion dieser Ingredienzien zu, bis man die gewünschte Farbe bekommt; beim Auftragen wird der Gegenstand, welcher bronzirt werden soll, ein wenig erwärmt, damit sich die Farbe desto besser ausbreite. Vor dem Auftragen wird der Gegenstand mit Gemsleder und etwas Zinnasche polirt, dann aber nicht mit bloßen Händen angefaßt. b) Man reinigt das Kupfer oder Messing mit Scheidewasser und verkupfert das letztere, wäscht ab, reinigt mit Sägespänen, bestreicht mit einem steifen Brei von 4½ Theilen Graphit, 15 Th. Blutstein u. Weingeist mittels eines Pinsels und nimmt nach 24 Stunden das Pulver wieder weg. Durch eine Glanzbürste erhält man den firnißartigen Glanz; mehr Graphit macht die Farbe dunkel, auch nach mehrmaligem Erhitzen wird sie dunkler u. mehr röthlich. e) Antikbronze od. Patina auf neue Bronze- oder Kupfergegenstände; man löst 1 Theil Salmiak, 3 Theile gereinigten Weinstein u. 6 Theile Kochsalz mit einander keit mit 8 Theilen salpetersaurer Kupferauflösung, welche ein spezifisches Gewicht von 1, hat. Diese Beize bringt, wenn die zu diesem Behuf an einen mäßig feuchten Ort gebrachte Bronze zu wiederholten Malen damit bestrichen wird, in kurzer Zeit eine grüne, sehr dauerhafte Patinabekleidung hervor, welche, anfangs rauh, nach und nach mehr Glätte erhält. Die Farbe der Patina hängt einigermaßen von der Mischung der Beize ab; mehr Kochsalz zieht sie ins Gelbliche, weniger Kochsalz giebt ihr eine bläuliche Schattirung; mehr Salmiak beschleunigt die Wirkung der Beize. Um den firnißähnlichen Glanz, welcher die grüne Patina antiker Stücke auszeichnet, hervorzubringen, erhitzt man die bronzirten Gegenstände u. reibt sie mittels einer steifen Bürste mit Wachs ein. Der hierzu erforderliche Hitzgrad muß so groß sein, daß das Wachs raucht, ohne jedoch zu verbrennen. d) Braune Patina auf Kupfer od. Bronze, um den Anschein des Alters hervorzubringen; man löst 25 g. Salmiak und 6, g. Sauerkleesalz in 1 1J. Essig auf, befeuchtet mit dieser Auflösung eine weiche Bürste oder einen zusammengerollten leinenen Lappen u. reibt damit so lange das blanke Metall, bis die bearbeitete Stelle ganz trocken ist; je öfter man das Verfahren auf einer Stelle vornimmt, desto dunkler wird die Farbe der Bronze. Um das Trocknen zu beschleunigen, ist es gut, die Operation im Sonnenschein oder in der Nähe eines geheizten Ofens zu verrichten. e) Andere desgleichen. Man löst in 30 Th. Wasser 1 Th. Schwefelleber auf u. setzt die Gefäße mit dieser Flüssigkeit in ein verschlossenes Zimmer, wo die zu bronzirenden Arbeiten aufgestellt sind. Das aus der Auflösung sich allmählichentbindende Schwefelwasserstoffgas bewirkt dieBräunung des Metalls, indem dessen Oberfläche sich mit einem Beschlag von Schwefelkupfer überzieht, der desto haltbarer u. lichter ausfällt, je dünner er ist. k) Auf Kupfergefäße re. 66 g. Grünspan, 66 g. Zinnober, 166g. Salmiak u. 166g. Alaun werden fein gepulvert, dann mit Wasser oder Essig zu einem Brei angemacht u. mit einem Pinsel gleich einer Farbe aufgetragen, dann aber das Stücküber einem Kohlenfeuer gleichförmig erhitzt. Nach dem Erkalten wird es rein abgewaschen, abgetrocknet, dann eine neue Lage Mischung aufgetragen, neuerdings erhitzt und diese Operation mehrmals nach einander wiederholt, bis man die gewünschte Farbeerlangt hat. g) Kupferne Gegenstände roth zu b. Man giebt dem Gegenstand, den man verarbeiten will, mit dem Hammer die ganze Feinheit, deren er fähig ist, paßt die Theile, ohne sie aneinander zu befestigen, zusammen und verzinnt sie schwach; hierauf bildet man aus Kolkothar u. Wasser eine Art Brei, den man mit dem Pinsel auf die Oberfläche aufträgt. Man trocknet den überzogenen Gegenstand über einem Kohlenfeuer, bis die Verzinnung schmilzt oder doch zu schmelzen anfängt. Dann läßt man abkühlen, nimmt den Gegenstand aus einander, bürstet u. polirt die einzelnen Theile in kurzen Schlägen auf einem Amboß u. wiederholt das Verfahren 3- bis Amal; hat jeder Theil die verlangte Farbe erhalten, so polirt man ihn, immer nur mit dem Hammer, setzt die Stücke zusammen u. reinigt das Ganze. Löthstellen u. Vertiefungen od. Unebenheiten, wo man nicht mit dem Hammer poliren kann, macht man mit Rothstein glänzend und reibt sie mit einem Stück Gemsenleder. h) Messingwären grün zu b. Man vermischt 80 Th. starken Essig mit 1 Th. Mineralgrün, 1 Th. roher Umbra, 1 Th. Salmiak, 1 Th. arab. Gummi u. 1 Th. Eisenvitriol, fügt Th. Avignonbeeren hinzu, läßt das Ganze sieden u. seiht es nach dem Erkalten durch. Die Flüssigkeit wird miteinem Pinsel auf die in verdünnter Salpetersäure abgebeizten Wären aufgestrichen. Sollte die davon erzeugte Farbenicht dunkel genug ausfallen, so erwärmt man das Stück und streicht nachträglich Weingeist auf, in welchem feinstes Lampenschwarzeingerührtist; zuletzt wird noch ein Anstrich von Weingeistfirniß gegeben. i) Andere dergleichen grüne Bronzirung. Einer Auflösung von 16 g. Kupfer in 33 g. starker Salpetersäure setzt man 333 g. Essig, 6g. Salmiak und 12 g. Aetzammoniafflüssigkeit zu, läßt die Mischung einige Tage an einem warmen Ortstehen, streicht dann das Messing damit an u. trocknet es in gelinder Wärme, trägt dann Leinöl dünn auf und trocknet wieder. E) Zinn und anderes leichtflüssiges Metall wird bronzirt, indem man es mit einer Auflösung von 1Th.krystallisirtem Grünspan (neutralem essigsauren Kupferoxyd) in 4 Th. Essig überstreicht, trocknen läßt u. mittels einer zarten Bürste mit gepulvertem Blutstein polirt, während welcher Operation man das Metall öfter anhaucht und zuletzt rein bürstet. J) Man streicht die wohlgereinigten Gegenstände mit einer Lösung von 1 Gewth. Eisenvitriol u. 1 Th. Kupfervitriol in 20 Th. Wasser, die man wieder abtrocknet. Doch müssen so bronzirte zinnerne Gegenstände durch sog. Goldfirniß gegen Einwirkung von Feuchtigkeit geschützt werden. m) Man löst 2 Th. Grünspan u. 1 Th. Salmiak in Essig auf, kocht die Auflösung, schäumt sie ab und verdünnt sie so sehr mit Wasser, daß sie nur einen schwachen Metallgeschmack behält und bei fernerer Verdünnung keinen weißen Niederschlag mehr fallen läßt. Von dem Niederschlag ab— Kochen gebracht u. sogleich über den zu bronzirenden Gegenstand gegossen; dieser befindet sich in einem Gefäß v. Kupfer, welches man sogleich aufs Feuer setzt, damit die Auflösung fortkocht. Die zu bronzirenden Stücke müssen so in das Gefäß gestellt werden, daß die Flüssigkeit sie an allen Theilen frei berühren kann; man muß wenigstens alle fünf Minuten nachsehen u. die Auflösung rechtzeitig abgießen. Je mehr man die Grünspanauflösung mit Wasser verdünnt, desto langsamer geht das B. von statten, aber desto gleichmäßiger, glatter und fester wird der Ueberzug. F. Auf Gips. a) Leinöl u. ätzende Sodalauge werden zu einer Seife gekocht, eine Kochsalzauflösung hinzugesetzt u. mit dem Kochen fortgefahren, bis eine sehr starke Lauge entsteht, auf welcher die Seife herumschwimmt. Nachdem man diese Lauge durchgeseiht u. die zurückgebliebene abgetropfte Seife ausgepreßt hat, wird sie in kochendem Regenwasser oder in destillirtem Wasser aufgelöst und abermals durchgeseiht. Unterdessen hat man eine Auflösung von 4 Th. Kupfervitriol u. 1 Th. Eisenvitriol in destillirtem Wasser bereitet, durch Leinwand filtrirt, in kupfernem Geschirr zum Sieden gebracht u. so lange von obiger Seifenauflösung hinzugegossen, bis nichts mehr niederfällt; der Niederschlag zeigt die grüne Rostfarbe der alten Bronzen. Die Operation wird fortgesetzt, bis der Niederschlag vollkommen ausgewaschen ist, worauf man ihn auspreßt und trocknet. Diese Bronzeseife wendet man in Verbindung mit einem Firniß an, wecher aus einer Abkochung von 1½kg. reinem Leinöl mit 400 g. reiner, feingepulverter Bleiglätte besteht; will man zum B. schreiten, so schmilzt man 500 g. dieses Firnisses, 260 g. Bronzeseife u. 170 g.reines Wachs in einem Fayencegefäß bei gelinder Wärme zusammen. Indessen wurde der Gips in einem Behältnis bis zu 70° R. erwärmt, so daß die geschmolzene Masse sogleich mittels eines Borstenpinsels aufgetragen werden kann. Ist der Gips so weit erkaltet, daß die Mischung nicht mehr eindringt, so wiederholt man das Verfahren so oft, bis die Farbe hinreichend eingesogen ist; danach setzt man die so bronzirten Stücke nochmals in den Wärmekasten, nimmt sie nach einiger Zeit heraus u. läßt sie an der Luft trocknen; hat sich der Geruch des Anstrichs verloren, so reibe man die Stücke mit Baumwolle od. feiner Leinwand ab und trage, wie bei der gewöhnlichen Bronze, auf den hervorragenden Stellen etwas geriebenes Metall- oder Muschelgold auf. Kleine Gegenstände von Gips taucht man in die Mischung ein und hält sie dann an ein Kohlenfeuer od. eine rauchfreie Flamme, damit die Bronze eindringe. b) Kupferbronze etc. auf Gips kann man ebenso auftragen, wie auf Holz od. Gußeisen: mit Leim od. Firnißgrund und hierauf folgendem Anpudern mit Bronzefarbenpulver von der gewünschten Farbe. Auch bei Bronzirung auf Oelanstrich ist es gut, den Gips vorher mit Leimwasser oder Stärkewasser zu tränken. Auf den Leimfarbenanstrich kann man einen fetten od. klebrigen Anstrich mit Oel od. Lack dünn aufstreichen, ehe man das Bronzepulver aufbringt. e) Silberbronzirung auf Gips. Hierzu nimmt man feingeriebenes Blattsilber, Musivsilber oder Aluminiumbronze u wendet es ebenso an wie die Bronzirpulver. d) Eisenartige Bronze auf Gipswären entsteht durch Einreiben von feingepulvertem und geschlämmtem Reißblei. e) Noch täuschender fast kann man das Eisen auf Gips nachahmen, wenn man ihn erst mit Kienruß od. Beinschwarz einmalstreicht u. darauf ganz dünn die Reißbleilösung aufträgt, dann aber noch vor völligem Trocknen die hervorragendsten Stellen mit Zinnbronzepulver reibt. G. Bronzirungsähnlicher Anstrich auf raunhem Wand- oder Deckenputz. Beinschwarz, etwas Blau u. lichter Ocher wird gemischt, mit Leim angerieben u. ziemlich naß aufgetragen; ehe es ganz trocken ist, wird mit einem Pinsel, der fast ganz trockenes Chromgelb oder Bronzepulver enthält, so leicht darüber hingefahren, daß diese helle Farbe nur an den kleinen, hier u. da aus dem Putz vorstehenden Steinchen hängen bleibt. Vgl. Dr. E. Wincklers technisch-chemisches Rezept-Taschenbuch, bei Wilh. Knapp, Halle a. S., u. F. Fink, der Tüncher, Stubenmaler etc., Berlin, bei E. Toeche, aus denen wir einige dieser Rezepte entlehnt.