Bronzefarbe, f., frz. bronze-couleur, f., engl. bronzecolour. Die B.n od. Staubbronzen dienen zum Bronziren von Gips, Holz, Eisen, Zinkguß etc., auch in der Buchdruckerei, in der Wachstuch- und Tapetenfabrikation. Sie führen im Handel folgende Namen und bestehen aus: 1—9— Kupfer Zink. Eisen. Zinn. Bemerkungen. 1. Olaßgelb. 8243, 16,39 0,16 Hat speißgelbe 2. Hochgelb. 84, n , Schöne Goldfarbe. 3. Rothgelb. 90 9 7 Miessinggelb mit 4. Orange. 98,3 0 0 Farbe des angelaufe— 5. Anpfer- 99 Kupferroth mit 10l 40 einem Stich in 8. Weiß. 2,% 0,6 96,¾6 Zinnweiß bis blei6 30 „56 /46 grau. 9. Eisenschwarz, zum Ueberziehen von Gipsfiguren, welche dadurch täuschende Aehnlichkeit mit grauem Gußeisen erhalten; besteht aus äußerst fein zertheiltem Antimon, das durch Ausfällung mittels Zink in dieser Form erhalten werden kann. — 10. Bronze aus Kupfer von brauner Farbe. Man kocht blanke Kupferstücke in konzentrirter, mit salpetersaurem Ammoniak versetzter Lösung von chlorsaurem Kali. Die so gewonnene B.hateinen gelblichbraunen Ton, der durch Erhitzen des gewaschenen u. getrockneten Kupfers beliebig dunkel nuancirt werden kann. — 11. Goldbronze. Eine Quantität Blattgold oder Goldschaum zerreibt man mit etwas Honig u. einer geringen Quantität Wasser in einem steinernen Mörser, setzt nach u. nach Wasser hinzu, bis die Flüssigkeit ganz dünn ist, u. rührt dabei beständig um; nachher läßt man das Gold setzen u. gießt die Flüssigkeit ab. Durch mehrmaliges Waschen erhält man das Gold in Gestalt eines feinen Pulvers, welches man auf ein Stück Löschpapier bringt, vor Staub sichert u. hierauf, nachdem alle Feuchtigkeit verdunstet ist, in einem Glas für den Gebrauch aufbewahrt. — 12. Kupferbronzepulver. Sehr feine Kupferfeilspäne behandelt man in einem eisernen Mörser genau wie Blattgold (s.11), nur setzt man statt des Honigs eine Portion trockenen Salmiak zu. Dieses Pulver muß man bis zum Gebrauch vor dem Zutritt der Luft bewahren. Auch Messingfeilspäne können auf dieselbe Weise behandelt werden. — 13.Zinubronzepulver. Man schmilzt eine Quantität gekörntes Zinn in einem Löffel über dem Feuer; nachdem es flüssig geworden, setzt man nach u. nach Quecksilber zu u. rührt es gut um, bis es in ein gräuliches Pulver umgewandelt ist, das man, um Manchfaltigkeit hervorzubringen, mit anderen Bronzepulvern vermischen oder auch unvermischt verwenden kann. — 14. Silberbronzepulver. Blattsilber behandelt man genau so, wie den Goldschaum (s. 11); man muß aber das Pulver in einer gutverstöpselten u. mit Papier umwickelten Glasflasche aufbewahren, indem es sonst seinen Glanz leicht verliert. — 15. Weiße u. blaue Bronze. 100 Gewichtstheile reines Zinn, 3 Th. arsenikfreies Antimon, /, Th. Kupfer werden zusammen in einem Tiegel geschmolzen, in Metallschlägerformen zu Blättern geschlagen u. dann zu Brokat gerieben, dürfen aber beim Schlagen nicht sehr erhitzt werden. Von der so erhaltenen weißen Bronze wird 1 kg. in einer Flafche mit weitem, oben dicht verschließbarem Hals mit 2Kg. Schwefelwasserstoffwasser in Pausen von je 1 Stunde gut umgeschüttelt. Nach zehn-bis zwölfmaliger Wiederholung wird sie goldgelb geworden sein, dann wird sie auf einem Papierfilter ausgewaschen und im Trockenofen auf Papier getrocknet; bei 200—2300. färbtsie sich dunkelgelb, weiterhin orange, hellviolett, blauviolett, endlich blau. Nur wenig weiter erhitzt, verbrennt sie, daher ist es am besten, diese Erhitzung in einem Oelbad vorzunehmen, bereitet aus 4 Gewichtsth. Rapsöl mit 1 Th. Kolophonium. — 16. Aluminiumbronze wird erst seit kurzer Zeit fabrizirt, ist aber sehrzu empfehlen an Stelle der Silberbronze, weil sie nicht durch Dünste so geschwärzt wird wie die Silberbronze. Herstellung u. Gebrauch ist so wie bei letzterer. — 1. Glimmerbronzefarbe, s. d. Art. Brokat. IIs. gilding on reéd brass. Die Bronze vergoldet man fast stets in Feuer; s. d. Art. Derdeldung.