Brunnengründung, f., frz. fondation sur puits, engl. pit-foundation. Bei schlechtem, auf große Tiefe unzuverlässigem Baugrund angewendet; ca. 5—6 m. von Mittel zu Mittel gräbt man brunnenartige runde Löcher u. mauert dieselben ringförmig auf einer hölzernen, von Bohlen gebildeten Scheibe aus. Unter der Scheibe wird das Erdreich hinweggegraben, so daß sich das Gemäuer gleichmäßig senkt; dann mauert man oben wieder fort u. fährt mit dem Versenken so lange fort, bis der Brunnen auf genügend festem Grund ruht; dann werden die einzelnen Brunnen zugewölbt oder mit Platten zugelegt und durch Erdbogen verbunden; s. auch d. Art. Gründung und Sinkwerk.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 538Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei