FeedArsis
AllerleiBrockhaus 1882

Arsis und Thesis H Hebung und Senkung. Die r erses e Bewegung der Rede, und speziell des Verses, hängt ab von der Arsis und Thesis, d. h. von dem Wechsel in der Erhebung und Senkung der Stimme. Man nennt die Silbe selbst, bei deren Aussprache die Stimme sich hebt oder senkt, die Arsis oder Thesis, sagt auch, eine Silbe stehe in der Arsis oder Thesis. Das Zeichen der Arsis ist der Acutus (0), die Thesis läßt man unbezeichnet. Eine Verbindung von Silben, in denen sich Hebung und Senkung unterscheiden läßt, nennt man einen Fuß. Wenn Hebung und Senkung in gleicher Silbenzahl wechselt, erhält man die ein5 Art rhythmischer Bewegung, z. B. Freüde Ein frömmer Knecht war Fridolin » (iambischer nishen dienx Während im Griechischen und Lateinischen die rhythmische Bewegung des Verses durch die Quantität der Silben geregelt wird, ist für sie in andern Sprachen, wie z. B. in der deutschen, der Accent der gewöhnlichen Prosarede maßgebend (Unterschied von quantitierender und accentuierender Poesie). (S. Rhythmus.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 14Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 2

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Allerlei 6