FeedArtuer (Maria Therese von)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Artuer (Maria Therese von), deutsche Dichterin, Tochter des k. k. Generalmajors von A., wurde eb. 19. April 1772 im Dorfe Schintau im ungar. Komitat Neutra. Nach dem Tode ihres Vaters lebte sie in Wien, wandte 10 später infolge des Verlustes ihres Vermögens zu ihrer Freundin Marie von Zay in Ugocz, später in Agram, wo sie 25. Nov. 1829 starb. Sie gab mit Marianne von Tiell heraus: (Feldblumen, auf 2Bde. Fluren gesammelt von Nina und Theoner (2 Bde., Jena 1800, 2. Aufl. 1812), und unter dem letztern Namen Neuere Gedichtes (Tüb. 1806; vermehrt, Pest 1818); ferner die Schauspiele «Stille Größev und «Regenda und Wladimir » (Kaschau 1824), sowie das Trauerspiel Die Thatv (2. Aufl., Pest 1820) als ersten Teil zu Müllners Schuld v. Nach ihrem Tode erschienen ihre interessanten „Briefe über Kroatien an Karoline Pichler' (Halberst. 1830). Artocarpeen (Artocarpéae), eine Unterfamilie der Urtikaceen (s. ˙ benannte Baumgattung aus der Familie der Arto⸗ ö carpeen. Die Brotfruchtbäume haben ein äusige Blüten, von denen die männlichen in Kätzchen gestellt sind, die weiblichen dagegen an einem aus einer zweiklappigen Scheide hervorkommenden Kolben sich befinden. Durch der nach dem Verblühen 0 werdenden Hullen der weiblichen Blüten entsteht aus dem ganzen Kolben ein gemeinsamer Fruchtkörper (eine Scheinfrucht) von fleischig-mehliger Beschaffenheit im Innern und von kugeliger Gestalt, welcher an der Außenfläche höckerig, inwendig bei manchen seit uralten Zeiten kultivierten Varietäten sunenios ist. Die Blätter des Brotfruchtbaums sind fiederspaltig, andförmig oder buchtig ebildet der W selten ganz. ür die Nahrungsrflan bildet der Baum die vor züglichste Nahrungspflanze und ist den Kartoffeln oder dem Getreide unserer Länder vergleichbar. Die vor der Reife abgenommene, ein weißes, mehliges Mark enthaltende Frucht wird, geschält und in Blätter eingewickelt, zwischen heißen Steinen gebacken und liefert eine angenehme, jedoch hinsichtlich des Geschmacks dem Weizenbrote ganz unähnliche, mehr den Bananen isang) sich nähernde Speise. Die reife Frucht schmeckt faulig. Die öligen Kerne sind eßbar; der Bast eiche Zeuge wie der Papiermaulbeerbaum; das weiche, lei te Holz dient zu Hausgeräten und der Milchsaft der Rinde zu Voelleim; auch wird aus diesem Milchsafte Kautschuk ereitet. Die Gattung A. umfaßt etwa 30 Arten, die alle den Tropengegenden angehören. Zwei Arten, A. incisa L. und A. integrifolia L., werden schon seit langer Zeit auf den Südseeinseln kultiviert. A. incisa hat Ichlanden Ban Blätter, einen etwa 12—16 m hohen schlanken rritolia en Frucht 3—4 Pfd. schwer wird; A. integrifolia hingegen bringt Früchte von 25—30 Pfd. hervor. Da diese Bäume sehr reichlich Früchte tra en und die letztern den Eingeborenen in sehr ver Jabres als en Zubereitungen während des ganzen Jahres als peise dienen, so ist es erklärlich, daß der Besitz von 8 oder 10 Brotfruchtbäumen einer ganzen Familie den nötigen Lebensunterhalt gewährt. Artois war chedem unter dem Titel einer Grafschaft eine der nördlichsten Hie Heanen Frankreichs, von Flandern und der Picardie begrenzt, zum größten Teile dem jetzigen Depart. Pas-de-Calais entsprechend. Die nur von sanften Terrainwällen und niedern Hügeln unterbrochene Ebene ist eine der an Gewässern reichsten Gegenden Frankreichs, von denen die Authie und Canche der We ie der Rord-Aa Nor Scarpe und viele kleinere Flüsse der Nord- und ——67• tung folgen. Der südl. Teil liegt höher und hat ergiebigen Boden nur in den Ebenen und Thälern, der Norden gehört zu einer der fettesten Marschgegenden. Sowohl das Bedürfnis der Schi 51905 wie das der Entwässerung hat besonders im Nordwesten die den 0 vieler Kanäle herbeigehrt. A. gehört zu den en die Mannselurtha 8. lachs und danf unterstützen die Manufakturthätigeit; ansehnliche Rübsamen-und Hopfenkultur wird betrieben. Schöne Wiesen begünstigen die Rindviehucht, reiche Hutungen die Schafzu t, der Waldbean ist aber Am O doch besizt A. ausgedehnte orflager und im Osten von den Ardennen aus⸗ .½ Steinkohlenlager. Die Hauptstadt des Lanes ist Arras. Ludwig IX. erhob A. 1239 zur Graf-Höglt die er seinem Bruder Robert verlieh. Als ieser bei sohnt⸗ in Agypten (8. +W19 1250) gefallen war, folgte ihm sein Sohn, Robert II. Posthumus, welcher mit Ludwig IX. nach Tunis zog, während der Gefangenschaft Karls II. Regent von Sicilien war und 11. Juli 1302 in der Schlacht von Courtray blieb. Später kam A. an Flandern und Burgund, durch den Pyrenäischen und den Nimwegener Frieden aber (1659 und 1678) wieder an Frankreich. Der X eines Or König Karl X. führte als Prinz den Titel eines Grafen von A. 5 Hoße. (arch.), Anbetung des Brotes (d. h. er Hostie). rtöt (Marguerite Josephine Desirée Montagney, genannt), ausgezeichnete Sängerin, geb. 21. Juli 1835 zu Paris als Tochter eines Professors am brusseler Konfervatorium und Nichte des berühmten belgischen Violinisten Jos diaht geb. 25. Jan. 1815, gest. 20. Juli 1845), erhie ihre gesangliche Ausbi dung auf den Konservatorien von Brüssel und Paris und dann durch Pauline Viardot-Garcia. In die Panis: ihr 3 trat sie zuerst 1857 u London und Paris; ihr Ruf datiert aus dem 1859, wo sie in Berlin als Mitglied der Lorini⸗ — Operngesellschaft sang. Später kehrte sie noch öfter nach Berlin zu Gastspielen an der königl. Oper urück, und erntete hier wie auch auf andern Bühnen Deutschlands, Belgiens, Hollands, Englands und Rußlands, meist unter Mitwirkung der Volimischen Operngesellschaft, in ital. Opern reichen Beifall. J. 1869 vermählte sie sich mit dem Baritonisten adilla. Die Stimme der A. (Mezzosopran) war nie von besonderer Seiten hin aber er Gesang- und m ist nach allen Seiten hin eine hochentwickelte, und mit der anmutigsten Vortragsmanier verbindet sich bei ihr ein großes theatralisches Talent. Vorzügliches leistet sie in Koloraturpartien in den Wern Soubrettenrollen der ital. und franz. komichen Opern, wie Rosine im „Barbierv, die Regimentstochter, Adalgisa in Normas, Annina in der „Sonnambula, Adina im »Liebestranko, Margarete in Gounods «Fausto u. a.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 28Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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