Huber (Therese), die Gattin von Ludwig Ferdinand und Mutter von Victor Aimé H., geb. 7. Mai 1764 in Göttingen, war die Tochter des Humanisten Heyne, verheiratete sich in ihrem 20. Jahre mit Johann Georg Forster, folgte diesem nach Polen und drei Jahre später nach Mainz. Als 1792 die Heere der franz. Republik in Deutschland einbrachen und Forster im Interesse Frankreichs zu wirken begann, sendete er seine Gattin mit ihren beiden Kindern nach Straßburg, die von hier aus nach Neuchätel ging. Forster, der sich als Deputierter des neuen franz. Rheindepartements nach Paris begeben hatte, sah sie und seine Kinder noch einmal am Schlusse des J. 1793 zu Motiers-Trabers an der franz. und (85 Grenze und übergab sie seinem Freunde L. F. Huber, der bei dieser Iudenzoch zugegen war und nach Forsters ode 1794 sich mit der Witwe verheiratete. Ihre ersten schriftstellerischen Arbeiten erschienen unter dem Namen ihres Gatten. — dessen Tode (1804) lebte sie bis 1814 bei ihrem Schwiegersohn, einem angesehenen Beamten in Bayern, wo sie ihre litterarischen Arbeiten fortsetzte. Dann wendete sie sich nach Stuttgart, übernahm hier 1819 die Redaction des «Morgenblatteso und siedelte 1824 nach Augsburg über, wo sie 15. Juni 1829 starb. „Forsters Briefwechselo gab sie nebst Nachrichten von seinem Leben (2 Bde., Lpz. 1828— 29) heraus. Ihre Erzählungend erschienen nach ihrem Tode in einer von ihrem Sohne veranstalteten Sammlung (6 Bde., Lpz. 1830—33).