Asärum (Haselwurz), eine von Tournefort aufgestellte Pflanzengattung aus der Familie der Aritolochiacren, von welcher bisjetzt nur wenige Arten bekannt geworden sind. In Europa kommt nur eine, auch in Deutschland häufige Art vor, das A. europaeum. Diese gewürzhaft duftende! flanze, welche auf humoser, feuchter Lauberde in schattigen Wäldern, Gebüschen und Hecken wächst, hat einen unterirdischen, kriechenden, gabelteiligen, gegliederten, unregelmäßig vierkantigen, graubraunen Wurzelstock, welcher langgestielte, nierenförmige Blätter und am Ende der Aste zwischen je zwei gegenständigen Blättern stehende Blüten treibt. Letztere sind sehr kurz gestielt, braunviolett und bestehen aus einem unterständigen Fruchtknoten und einem darauf eingefügten dreiteiligen Perigon mit an der Spitze einwärtsgebogenen Jipfeln. Der Wurzelstock dieser Pflanze war unter dem Namen Rhizoma Asari offizinell. Er ward in Pulverform als Niesmittel, ferner als Dekokt zur Beförderung der Harnabsonderung und der Hautausdünstung gebraucht, früher auch als Brech- und Purgiermittel. Er riecht baldrianartig, schmeckt scharf und widerlich bitter und enthält zwei eigentümliche Stoffe: Asarin, einen braunen, Brechen erregenden, ekelhaft bittern, in Wasser und Alkohol löslichen Stoff, und Asarumöl, gelb, dick, von scharfem, brennendem Geschmack und baldrianartigem Geruch. „Asasel wird in den mosaischen Vorschriften über die Gebräuche am großen Nos. 16). Zwei (sd.) der Israeliten erwähnt (3 Mof. 16). Zwei Ziegenböcke wurden an diesem Tage zum Sündopfer vor den Brandopferaltar gestellt und durch das Los der eine für Jahve, der andere für den A. bestimmt, jener als ½½ geschlachtet und sein Blut ins Sm racht, dieser, nachdem auf sein Haupt 110 Handauflegung des Hohenpriesters alle Schuld des Volks übertragen worden, in Wüüste getrieben zu A.v Was unter diesem A. zu verstehen le darüber sind die Meinungen geteilt; die meiste Wahrscheinlichkeit dürfte die Ansicht für sich haben, welche in A. einen Wustendämon sieht, dem ursprünglich in seiner Heimat eine Mondgottheit entsprochen habe. Denn der betreffende Teil des Bußtagsrituals scheint den Hebräern von außen her, und zwar von einem Volke indogerman. Ursprungs, zugekommen zu huche Diese Vermutung gründet sich auf die Thatache, daß auch bei einem Feste der alten Preußen (Litauen) die gleichen Gebräuche vorkamen: der Waidelott führte einen Bock in die Mitte, legte seine Hände auf ihn, rief alle Götter an und die Preu-Sen, S dann öffentlich ihre Sünden. sben, Oasenland, s. Air.