Aralia nannte Linné eine Pflanzengattung aus einer den Doldengewächsen u Alalacgen Familie, welche nach ihr den Namen Araliaceen erhalten hat. Ihre vorzüglich in den Tropengegenden verbreiteten Arten sind teils perennierende Kräuter, teils Sträucher und kleine Bäume. Sie haben einfache oder zusammengesetzte Blätter mit scheidigen Stielen, in Dolden, Trauben, Knäuel oder Rispen gestellte Blüten mit fünf kleinen, weißen Blumenblättern, fünf Staubgefäßen und beerenartige Steinfrüchte, welche vom stehengebliebenen Kelche und den fünf Griffeln gekrönt sind. Aus dem Mark des Stengels und aus den Fasern der handförmig gelappten Blätter der in Japan heimischen, jetzt in unsern Kalthäusern häufig gezogenen A. papyrifera Hool, einer baumartigen Spezies, wird in China das berühmte chin. Seidenpapier gemacht. Die Wurzel der in Nordamerika wachsenden A. nudicaulis L., eines perennierenden Krautes mit dreizählig Ditentenael. Grundblättern und blattlosem Blütenstengel, wird unter dem Namen nordamerikanische Saf aparillenwurzel in der Medizin zu ähnlichen Zwecken wie die echte Sassaparille (s. d.) angewendet. Eine andere nordamerik. Art, A. racemosa L., eine Staude mit über mannshohem Stengel, großen, dreizählig zusammengesetzten Blättern und traubig angeordneten Dolden, wird oft als Dekorationspflanze in Gärten kultiviert; sie hält im freien Lande aus, muß jedoch im Winter zugedeckt werden. Dur⸗ Vermehrung geschieht durch Zerteilung des Wurzelstocks.