FeedAspe (Vallée d'A.)
NaturlehreBrockhaus 1882

Aspe (Vallée d'A.), ein stark bevölkertes und durch Lam der berühmtes, an Mineralquellen reiches, auf der Nordseite der Pyrenäen im franz. Depart. Pie 54. 2500 gelegenes Thal, welches sich vom Pic d A. (2500 m) nördlich zwischen 1800 2800 m hohen Bergen bis in die Nähe von Oloron erstreckt, 54 Em lang, bis zu 18 km breit ist und von der Gave d'A. durchflossen wird. Eine alte Römerstraße führt aus dem Thale, am Pic d'A. vorbei, über den Col de Somport (1649 m) in das Thal des Aragon nach Spanien hinüber. Die Zahl der Bewohner beläuft sich auf ungefähr 12000, meist Hirten. Die Hauptorte des Thales sind: Arros, Lurbe, Escot, Sarrance, Bedous, Accous (Hauptort des das Thal A. umfassenden gleichnamigen Kantons), Etsaut, Urdos mit einer am Felsen hängenden Festung. Im Dorfe Osse besteht eine prot. Gemeinde von etwa 150 Seelen, welche nach Aufhebung des Edikts von Nantes die einzige war welche in Frankreich bestehen blieb. Das Thal A. bildete im Mittelalter eine kleine Republik unter dem Protektorat der Fürsten von Bearn, welche auch nach ihrer Vereinigung mit Frankreich manche Privilegien behielt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 69Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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