FeedAssungui
ErdkundeBrockhaus 1882

Assungui, die bedeutendste Kolonie der brasil. Provinz Parana (s. d.). ufas (arch. Assos), Stadt in Mysien am Meerbusen von Adramytti (jetzt Edremid) auf einem hohen schwer zugänglichen Felsen. Sie war nach einigen eine Kolonie der Methymnäer, Aur andern der Mytilenäer, jedenfalls aber äolischen Ur Haft der kam im 7. Jahrh. v. Chr. unter die Herrschaft der lydischen Könige, im 6. Jahrh. unter die der pers. Großkönige, war im 4. Jahrh. der Sitz des Tyrannen Hermias von Atarneus, an dessen Hofe Aristoteles eine Zeitlang lebte, und kam nach den Kämpfen der Diadochen an das Pergamenische Reich. A. war der Geburtsort des Stoikers Kleanthes. Auf der Stelle des alten A. steht jetzt das Dorf Beiram (oder Behrem Kalessi) mit großartigen Ruinen. A. war in neuerer Zeit das Ziel zahlreicher engl., I und deutscher Reisender. Seit Herbst 1881 äßt das Archäologische Institut von Amerika unter Leitung des Architekten Jos. Clarke die verschüttet liegenden Denkmäler von A. ausgraben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 83Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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