FeedAubry de Montdidier
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Aubry de Montdidier, ein franz. Ritter zur Zeit von Rigard V., wurde, wie die Sage erzuhlt, 1371 von Richard de Macaire meuchlings gemordet. Dieses Verbrechens dadurch verdächtig, daß der Hund des Erschlagenen gegen ihn stets die größte Feindseligkeit zeigte, mußte Macaire unte aus des Königs mit seinem Ankläger, dem Hunde, zur Herbeiführung eines Gottesurteils kämpfen, wobei er durch die Bisse des Hundes getötet wurde. Zu einem Drama verarbeitet, kam diese Sage unter dem Titel Der Hund des A. oder der Wald bei Bondyy zunächst in Frankreich auf die Bühne. In Deutschland wurde das Stück zuerst auf den Vorstadttheatern Wiens aufgeführt, dann im Sept. 1816 auf der königl. Bühne zu Berlin. Als es auch in Weimar zur Aufführung bestimmt war, legte Goethe, noch ehe es geschah, die Leitung der Bühne nieder.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 169Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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