FeedAugusta (Marie Luise Katharina)
GeschichteBrockhaus 1882

Augusta (Marie Luise Katharina), ater des Kaiserin und Königin von Preußen, Tochter des Großherzogs Karl Friedrich von Sachsen-Weimar und der Großfürstin Maria Paulowna, wurde 30. Sept. 1811 zu Weimar geboren und erhielt eine ausgezeichnete Erziehung. Am 11. Juni 1829 wurde sie mit dem Prinzen Wilhelm von Preußen, spätern König von Preußen und Deutschen Kaiser Wilhelm I., zweitem Sohne Friedrich Wilhelms III., vermählt; ihre ältere Schwester Marie war schon seit 1828 die Gemahlin des Prinzen Karl dritten Sohnes des Königs. Durch ihre Keiseigen Vorzüge, durch ihren Kunstsinn und ihre Aeseerte Eielt gewann die Prinzessin A. bald eine gefeierte Stellung am Hofe, wie die Liebe des Volks. Die Erziehung ihrer beiden Kinder, des nachmaligen Kronprinzen Friedrich Wilhelm und der Prinzessin Luise, spätern Großherzogin von Baden, überwachte die Mutter auf das sorgfältigste. Infolge der Ereignisse des J. 1848 nahm der Prinz als Statthalter der Rheinprovinz einen längern Aufenthalt zu Koblenz; seit dieser Zeit datiert die Vorliebe der Kaiserin für Koblenz, woselbst sie in jedem Sommer längere Zeit zu residieren pflegt. Eine unemein rührige und segensreiche ätigkeit für Zwede der Wohlthätigkeit und der Pflege verwundeter und erkrankter Krieger entwickelte die Kaiserin namentlich seit dem Regierungsantritt ihres Gemahls und seit dem Dänischen Kriege. A. wurde der Mittelpunkt der zahlreichen, Über ganz Deutschland verbreiteten Vereine, welche für die Truppen im Felde und für die Verwundeten sorgten. Sie at mehrere Märsche komponiert, darunter den als rmeemarsch Nr. 102 im Druck erschienenen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 218Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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