FeedAmalia (Anna)
GeschichteBrockhaus 1882

Amalia (Anna), irnr von Sachsen-Weimar-Eisenach, geb. 24. Okt. 1739, eine Tochter des Herzogs Karl von Braunschweig-Wolfenbüttel und seiner Gemahlin Philippine Charlotte, einer Schwester Friedrichs d. Gr., wurde 16. März 1756 mit dem Herzog Ernst August Konstantin von Sachsen-Weimar-Eisenach vermählt, der aber schon 28. Mai 1758 starb. Nachdem sie im folgenden Jahre von dem Kaiser —5 mündig erklärt worden war, übernahm sie als Vormünderin ihrer beiden Söhne, Karl August (s. d.) und Konstantin, die Regentschaft und verwaltete sie in jeder Hinsicht auf das beste. Besonders ließ sie sich auch die Erziehung ihrer Söhne angelegen sein und Harf deshalb 1772 Wieland nach Weimar. Seit Karl Augusts Regierungsantritt (1775) lebte sie vorzugsweise der Pflege von Kunst und Wissenschaft. Ihr Hof war fortwährend der Versammlungsort einheimischer und auswärtiger Dichter, Künstler und Gelehrter. Sie Hchen sich, wie Goethe in seinem Aufsatz Zum feierlichen Andenken der Durchlauchtigsten Fürstin und Frau Anna Amalia sagt, im Umgang geistreicher Personen und freute sich, Verhältnisse dieser Art anzuknüpfen, zu erhalten und nützlich zu machen; ja, es ist kein bedeutender Name von eimar ausgegangen, der nicht in ihrem Kreise früher oder Weim gewirkt hätte. Sie starb 10. April 1807 zu eimar. Vgl. Preller, Ernst August Konstantin und Anna Amaliao in der „Zeitschrift des Vereins für thüring. Geschichte und Altertumskundey (2. Bd., Jena 1857), und Karl Freiherr von Beaulieu-Marconnay, Anna Amalia, Karl August und der Minister von Fritschh (Weim. 1874).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 517Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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