Albrecht (Kasimir), Herzog von Sachsen-Teschen, Sohn des Königs August III. von Polen, wurde zu Moritzburg bei Dresden 11. Juli 1738 geboren. Durch seine Vermählung 8. April 1766 mit der Erzherzogin Ialerh (geb. 13. Mai 1742), Tochter Kaiser Franz' I. und der Maria Theresia, lehen, er das Fürstentum Teschen im österr. Schlesien, das er gemeinschaftlich mit seiner Gemahlin, die Oberstatthalterin in den österr. Niederlanden war, von Brüssel aus verwaltete. Der Aufstand von 1789 nötigte ihn, nach Wien zu gehen; doch bald nach der Unterdrückung desselben kehrte er nach Brüssel zurück. Im Kriege mit Frankreich befehligte er 1792 das Belagerungsheer vor Lille (21. Sept. bis 10. Okt.), mußte aber die Belagerung aufheben und bald darauf, nachdem er und Beaulieu bei Jemappes 6. Nov. geschlagen waren, Belgien räumen, wo Dumouriez sich behauptete. Im Anfange des J. 1794 zum Reichsfeldmarschall ernannt, sollte er eine mit österr. Truppen verstärkte Reichsarmee am Oberrhein befehligen, deren Aufstellung jedoch nicht zu Stande kam. Er zog sich seitdem vom Kriegsschauplatze zurück und lebte am Hofe zu Wien. Seiner Gemahlin, die 24. Juni 1798 kinderlos starb, und der er durch Canova in der Augustinerkirche zu Wien ein herrliches Denkmal setzen ließ, verdankt die wiener Vorstadt Mariahilf eine prächtige Wasserleitung, zu deren Vollendung er durch ihr Testament verpflichtet wurde. A. starb zu Wien 11. Febr. 1822. Von seinen ansehnlichen Einkünften verwendete er große Summen auf seine besonders an vielen Originalzeichnungen der ersten Meister und Kupferstichen reiche Kunstsammlung. Diese Sammlung, «Albertinay genannt, ging als Fideikommiß an den Erz2 arl über und nach dessen Tode an den Erzerzog Albrecht. Förster hat Lithographische Koien von Originalhandzeichnungen berühmter alter eister aus der Sammlung des Auch snd Karlo (Wien 1830—42) veröffentlicht. Auch sind Photographien der Zeichnungen von Jägermeyer als Albrecht-Galerier (Bd. 1 u. 2, Wien den P und von A. Braun herausgegeben worden. Vgl. Vivenot, Ganes A. von Sachsen-Teschen als Reichsfeldmarschallo (2 Bde., Wien 1864 —66).