Auxometer (grch.), unrichtig auch als Auzometer bezeichnet, nannte ein londoner Mechaniker und Optiker Adams ein von ihm (1783) erfundenes Instrumentchen, mit welchem sich die Vergrößerung der Fernrohre messen läßt. Das Prinzip, welches diesem und ähnlichen Instrumenten zu Grunde liegt, geht von dem Maße der Vergrößerung aus, welches durch den Quotienten aus der Brennweite des Objektivs durch jene des Okulars gegeben ist. Da jem6 dieses Verhältnis proportional zu jenem ist, welches durch den Quotienten ausgedrückt wird, wenn man den Offnungsdurchmesser des Objektivs dividiert durch den Durchmesser des in der Okularöffnung erscheinenden Bildes der Objektivöffnung, so kann % Verwertung dieses letzten Verhältnisses zur ittelung der Vergrößerungszahl des Fernrohr auf seinen Brennpunkt eingestellt, d. h. so, daß das Bild eines sehr entfernten Gegenstandes am schärfsten erscheint. Wenn dann das Fernrohr nach dem Tageslichte gerichtet wird, so fällt in die Okularöffnung das Bildchen der Objektivöffnung. Mißt man nun mittels eines mikrometrischen Maß-Binde (. Mikrometer) den Durchmesser dieses ildchens und drückt man in demselben Maße die Länge des Durchmessers der Obiektivöffnung aus, dividiert hierauf das Maß der letztern dur jenes des erstern, so gibt die erhaltene Zahl den Wert für die lineare Vergrößerung des Fernrohrs. Es kommt nun vorzüglich darauf an, den kleinen Durchmesser jenes Bildchens im Okular genau zu messen, und zu diesem Zwecke hat man verschiedene Instrumentchen erdacht, welche je nach den Erfindern andere Namen erhalten haben. Adams nannte sein Instrumentchen Auxometer. Ramsden, ebenfalls ein londoner Mechaniker und Optiker, und zwar der ausgezeichnetste seiner Zeit, hat um dieselbe Zeit wie jener ein auf denselben Grundsätzen beruhendes, jedoch vorzüglicheres Instrument konstruiert, welches er Dynamometer (optisches) nannte. Die Ramsdenschen Dynamometer (loptische Kraftmesser, bildlich) gehören noch heute zu den besten Meßinstrumentchen dieser Art, und auch der Ausdruck (optisches) Dynamometer hat noch, besonders in England, die ihm von Ramsden erteilte Bedeutung. Dagegen sind die A. Adams nicht mehr in Gebrauch und wurden gleich anfangs von den Wesentuchste Ramsdens in Schatten gestellt. Das Wesentlichste beiderlei Instrumentchen bestand aus einem okularähnlichen, dreifachen regulierbaren, mit Linse versehenen Röhrchen, in welchem ein mikrometrischer uch Ber angebracht war. Sobald auf diesen durch Verschiebung des — Teilröhrchens scharf eingestellt war, wurde das Instrumentchen an das Okular des auf die Brennweite, oder auf einen sehr weiten Gegenstand eingestellten Fernrohrs gebracht und die unterste Hlse des Instrumentchens so lange eingeschoben, bis der Mikrometermaß tab mit dem scharfen Bilde der Obiektivöffnung oder jenes Gegenstandes zusammenfiel. Sobald dies der Fall war, wurden die vorhin besprochenen Messungen vorgenommen und der Quotient gebildet, welcher die lineare 2 Nürometer ausdrückt. Beim A. Adams' war der Mikrometermaßstab auf einer möglichst durchsichtigen Hornlamelle, beim Dynamometer Ramsdens auf zarten Glasscheibchen geritzt. Dieses letztere Verfahren hat sich bis heute erhalten. Auch noch andere mikrometrische Methoden lassen sich auf die Messung der linearen Vergrößerung anwenden. franz. Depart. Cöte-d'Or, am linken Ufer der Saöne, ist Knotenpunkt der Paris-Lyoner Eisenbahn zwischen Dijon, Besancon und Gray und zählt (1876) 4964 (Gemeinde 2) E. Die Stadt hat eine schöne Kathedrale aus der ersten Hälfte des 14. Jahrh., während Türme und Portal aus 1516 und das rechte Seitenschiff aus dem 10. oder 11. Jahrh. stammen, eine schöne Brücke, ein von Ludwig XII. und Franz I. erbautes Schloß aus dem 16. Jahrh. lin Renaissance), ein College, Handelsgericht, Bildergalerie, Bibliothek (7000 Bände), eine Artillerieschule, eine Stückgießerei, Kasernen, eine eherne Statue Napoleons I. von Jouffroy, 1857 gefertigt, und große Proviant⸗ und Pulvermagazine. Sie unterhält Tuch⸗, Serge⸗ und Musselinfabriken, Nagelschmieden, Olfabrikation und Brauereien und treibt Handel mit Getreide, Mehl, Wein und Branntwein, Melonen, Holz und Rohlen sowie mit Marmor, der in der Nähe gebrochen wird. Ganz bedeutend ist die Gemüseausfuhr. — A., an der Grenze des Herzogtums und der Freigrafschaft Burgund, kam 1237 durch Tausch an Herzog Hugo IV. von Burgund, der Auxonnois indessen nicht unmittelbar mit seinem Herzogtum verband, und gelangte 1477 an Frankreich, doch nicht ohne urde 15 Widerstand gegen Ludwig XI. Die Stadt wurde 1526 von Lannoi für Karl V. und Wuaa⸗ im Hugenottenkriege vom Herzog von Guise belagert, erhielt seit w1673 verstärkte Werke durch Vauban und widerstand unter General Andréossy 1815 den Ssterreichern, an die es erst 28. Aug. kapitulierte, wobei diesen ein ungeheueres Kriegsmaterial in die Hände fiel.