FeedAva oder Awa
ErdkundeBrockhaus 1882

Ava oder Awa, große Trümmerstadt im hinterind. Reiche Birma, welche, wie schon 1364 und 1761, so auch 1822 — 37 Haupt- und Residenzstadt war, liegt im Westen der spätern Hauptstadt Amarapura 8 d.) in einer reichbewässerten, ase fruchtbaren ulturebene am Südostufer des daselbst ungefähr 1200 m breiten Poeroundene Iu der hier zwei durch einen Kanal verbundene Zuflüsse heift Wuitvon denen der Mjit-Ta (der andere heißt Mjit-Nge) den Stadthafen bildet und Schiffe von 50 — 60t trägt, somit die Umschiffung der ganzen Stadt ermöglicht. Der Name A. ist eine Verstümmelung von Angwa oder An-ua, d. h. Fischteich (nach den sieben, jetzt noch fünf großen Fischseen), und im Lande selbst nicht gebräuchlich, wo die Stadt offiziell Ratnapura, d. i. Juwelenstadt, genannt wird. Sie ist durch Erdbeben größtenteils zerstört, die prächtigen Pagoden sind zusammengehallen, aber einige Klöster noch bewohnt. Ehedem war A., im Umfange von 10 12 km, von einer 5 m hohen und 3 mdicken Mauer, einem innern Walle und äußern Graben umgeben und hatte 21 Thore. Die Mauern sind noch vorhanden, und ein umfangreicher, weißer Tempel, umgeben von einem weitläufigen Kloster mit vielen marmornen Buddhabildern, ragt aus dem Grün hervor; aber die meisten andern Gebäude, auch die der Palast- oder 2. dene (Nandauh, sind in Trümmer verfallen. A. gegenüber liegt Sagaing (s. d.). ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 283Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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