FeedAvesta
ErdkundeBrockhaus 1882

Avesta, Kirchspiel und bedeutendes Eisenwerk im südöstl. Teil der schwed. Landschaft Dalarne Län Kopparberg), an dem Daleelf; öfters als lecken genannt. Nach A. ward seit alter Zeit das upfer von Falun geführt, um hier ereinigt zu werden; 1644—1831 wurden zu A. sämtli e Woehron Schwedens geprägt. am Fuße des Kalkbergs Tour de Sermeillets, im O. von Severac, durchfließt in vorherrschend westl. Richtung das nach ihm benannte Departement und fällt unterhalb Montauban im Depart. Tarn-Garonne, nachdem er durch den Viaur verstärkt und 45 km vor der Mündung bei Negrepelisse schiffbar geworden, nach einem 215 km langen Laufe, auf welchem er Rodez, Villefranche, St.⸗ Antonin und Montricoux berührt, in den Tarn und mit diesem in die Garonne. Das Departement Aveyron, von den Depart. Hérault, Gard, Lozere, antal, Lot, Tarn-Garonne und Tarn umgrenzt, umfaßt die alte Landschaft Rouergue mit 8743,33 qkm Areal und (4876) 413 826 E. (gegen 402 474 im J. 1872, Zunahme 2,8 Proz.) und bildet einen der gebirgigsten Teile Frankreichs. Zwischen dem Hochlande der Auvergne und den Cevennen gelegen, neigt sich die Vorterrasse der Rouergue 900 SW. zur Garonne in, deren Stromgebiet das Departement zugehört. wischen den von O. nach W. strömenden Flüssen ot mit Truyere und Dourdou, A. mit Viaur, und Tarn mit Jonte, Dourbie, Cernon, Dourdou und Rancé setzen vielarmige Verzweigungen des Ceven⸗ —1 quer durch das Land, von denen im N. des Lot das Aubracgebirge bis 1451m hoch ist, zwischen Viaur und Tarn das wildzerrissene Plateau Lévezou 1100 merreicht. Merkwürdige pyramidale Felsbildungen — sich zwischen Tarn, Jonte und Dourbie im SO. des Departements, während im S. die Hochebene durch ert wid. Grotten, z. B. bei Rochefort, charakterisiert wird. Den 8 (. d) Charakter des Landes bilden die Causses (s. d.), die ausgedehnten hohen Kalkplateaus, ohne Wald, ohne Wasser und ohne Menschen, nur reich an aromatischen Kräutern, die vortreffliches Schaffutter sind. 21 Proz. des Bodens ind 933 1 ar, 40 Proz. ackerbar, 15 Proz. Wieen. Das Klima ist zwar h. N. doch, namentlich im O. und N., kalt und rauh. Nur im mildern W. liefert der Weinstock einen mittelmäßigen Wein, während nördlich des Lot nur Roggen und Hafer, in den übrigen Thälern auch andere Cerealien, Obst, Kastanien, Kartoffeln und Trüffeln gedeihen. Zwei Dritteile des Bodens sind unbebaut; dennoch reicht die Ernte aus, und das unbebaute Land bietet Weiden für die zahlreichen Herden von Rindern, Ziegen und Schafen, welche nebst der Schweinezucht die Hauptnahrungsquelle der Gebirgsbewohner ausmachen. Die Schafe liefern jährlich nicht nur an 2 Mill. kg Wolle zur Ausfuhr, sondern auch 3pn Rgan Bereitung von Käse, welche als Käse von Roquefort in den Handel kommen und einen jährlichen Umsatz von 1 Mill. Frs. erielen. Bedeutend ist der Reichtum des Landes an ineralien und Mineralquellen; doch ist die Ausbeutung von Metallen bbt geringer als in frühern Zeiten. Neben Steinkohlenlagern, welche 1873 über 7 Mill. Ctr. mfih und großen Kalkflötzen findet sich vornehmlich Eisen und Alaunschiefer, sowie auch Blei, Kupfer, Zink, Vitriol, Antimon. Ein beträchtlicher Teil der Einwohner ist mit dem Bergwerks- und Hüttenbetrieb beschäftigt. Außerdem finden sich vorzüglich Papiermühlen, Seiden- und Baumwollspinnereien, Gerbereien, Wollzeug- und Teppichwebereien u. s. w. In dem Departement, welches in die fünf Arrondissements Rodez, Milhau, Villefranche, Ste.⸗Affrique und Espalion zerfällt, verzweigen 30 die Orleansbahn und die Snes I itz der Departementalbehörden sowie eines ——— ist Rodez.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 291Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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