Arioso nennt man einen arienmäßigen, kurzen Gesang, der nur aus einem Teil besteht, also Done da capo ist. Statt Arioso und Ariette sagte man in neuerer Zeit Cavatine ([. d.). Arieége, Mor im südl. Frankreich, entspringt am Col de Puy-Moren, an der Ostgrenze von Andorra, im Depart. Ostpyrenäen, fließt durch ein großes, schönes Thal an Ax, Tarascon, Foix, Pamiers und Auterive vorbei und mündet, links durch die Leze, rechts durch den Lhers verstärkt und bei Cintegabelle ö die Gar geworden, 7,5 km oberhalb Toulouse in ie Garonne nach einem Laufe von 157 km, davon 42 schiffbar. Der A. führt Gold mit sich, wovon er seinen Namen (lat. und span. Aurigera) hat. Das Departement Ariége, von Catalonien, Andorra und den Depart. Ostpyrenäen, Aude und „Obergaronne umgrenzt und meist aus den alten Ge1 bieten von Foix und Conserans gebildet, liegt auf dem nördl. Abhange der Pyrenäen, uRor hier in dem Pic d'Estats (3073 m) und dem Montcalm (3080 m) bis über die Schneegrenze erheben. Die große Straße von Toulouse und Foix nach der Cerdagne ist der 1931m hohe Paß von Puymorens. Der größte Teil des 4894 akm großen und zum Stromebiete der Garonne gehörigen Departements ist Gebirgsland. Der südl. und mittlere Teil desselben ist von zahlreichen Ausläufern der Pyrenäen durchzogen; die wilden, öfter nur durch hohe Saumpfade verbundenen Thäler sind von wilden Bergströmen gebildet, unter denen die A. mit ihren Zuflüssen so- wie der Salat und Arize, welche ebenfalls der Garonne zueilen, die bedeutendsten sind. Nach Norden zu erweitern sich die Thäler dieser Flüsse und gehen allmählich in teilweise morastige Ebenen über. Das Klima, obgleich sehr verschieden, ist doch im ganzen gesund und mild; drei Zehntel des Terrains sind unfruchtbar, Wald bedeckt ein Viertel, Kulturland ein Drittel. Die Gebirgsnatur des obern Landes begünstigt die Zucht von Schafen, Rindern, Pferden und Mauleseln; nur der nördl. Teil des Landes eignet sich zum Anbau von Getreide, das über den Bedarf gewonnen wird, Hanf, Flachs, Olpflanzen u. dgl.; Kastanien, edlere Obstsorten und ein mittelmäßiger Wein werden überall in Menge erbaut. Die Boheiehen welche aus Fichten, Eichen und Korkeichen bestehen, sind von Hochwild, Bären, Wölfen und Gemsen belebt und liefern Nutzholz, Terpentin, Pech für den Handel. Von großer Bedeutung ist die Eisen⸗ und Stahlbereitung. Außer in Tuch, Strumpf⸗, Glas⸗ und Hornwaren, Leinwand, irdenen Ges Waueit und Leder ist die Industrie beschäftigt mit Ausbeutung der mineralischen Schätze des Landes, namentlich mit der Gewinnung und Verarbeitung von ausgezeichnetem Eisen, überreich zu Rancié bei Viedessos, Quecksilber zu Dalou, dann von Marmor, Jaspis, Alabaster, Gips, Schiefer, Amiant, Steinkohlen u. s. w. Unter mehrern Salz- und heißen Quellen sind die von Ax und Ussat am bekanntesten. Das Departement wird von der Zweigbahn Toulouse-Tarascon der Südbahn durchschnitten. Die 244 795 E. (1876; gegen 246 298 im J. 1872, Abnahme 0,8 Proz.) sind zum Teil bask. Ursprungs; in einigen Thälern finden sich auch Cagots. Das Departement zerfällt in die drei Arrondissements Foix, Pamiers und St.⸗Girons, welche 20 Kantone und 336 Gemeinden umfassen. Sitz der Departementalbehörden ist Foix (s. d.).