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AllerleiBrockhaus 1882

Bacchanten hießen im Altertum die Teilnehmer an den nächtlichen die Beieichun Im 14., 15. und 16. Jahrh. wurde die Bezeichnung auf die fahrenden Schüler angewandt, die von einer Gelehrtenschule zur andern wanderten. Durch die Wohlthätigkeit der Kirche wie der Privaten wurde die herumschweifende Lebensart dieser Schüler begünstigt; in größern Städten bestanden oft sogar Verpflegungsanstalten für sie. Noch im 16. aben. war es fur eine Schule rühmlich, viele B. zu haben. Die B., auch verächtlich „Beanio (béjaune, becjaune), Gelbschnäbel genannt, hatten jüngere fahrende Schüler, Schützen genannt, bei sich, die Schutz und Unterricht von ihnen erhalten sollten; dafür mußten aber die Schützen ihnen aufwarten, für sie betteln, ja stehlen, und wurden meist sehr tyrannisch an mde Oft blieben die B. bis in ihr 30. Lebensjahr in den Schulen und erhielten dann zuweilen Unterlehrerstellen. Merkwürdige Beispiele von B. sind Burkard Iine und Thomas Plater, die ihr Leben selbst beschrieben haben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 321Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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