Backhuysen oder Bakhuyzen (Ludolf), einer der berühmtesten Maler der Niederländischen Schule, ein Meister in Seestücken, geb. 18. Dez. 1631 zu Emden, arbeitete bis in sein 18. Jahr bei seinem Vater, der Sekretär der Generalstaaten war, als Schreiber und kam 1650 in ein Handelshaus nach Amsterdam. Entschlossen, sich der Malerei zu widmen, nahm er Unterricht bei Everdingen und erlangte in kurzem eine außerordentliche Fertigkeit; am meisten wurden seine Fortschritte durch den Eifer befördert, womit er die Natur selbst studierte. Für Peter d. Gr. zeichnete er Modelle von allen Gattungen von Schiffen, wonach der Zar baute. Außerdem arbeitete er für den König von Preußen, den Kurfürsten von Sachsen und den Großherzog von Toscana. In allen seinen Bildern herrscht die größte Wahrheit, zugleich aber auch die ganze Poesie des bewegten Elements. Erst in seinem 71. Jahre in er an, in Kupfer zu ätzen. Auch versuchte er sich in der Dichtkunst und gab Unterricht in der Schreibkunst, zu deren Vervollkommnung er vieles beitrug. Er starb in Amsterdam 17. Nov. 1708. Sein Enkel Ludolf B., geb. 29. Aug. 1717, —7 6. April 1782, war zuerst Kaufmann, dann oldat und wendete sich später ebenfalls der Malerkunst zu. Er hat treffliche Kriegsscenen geliefert. shisen (engl.), die Holzfütterung bei Panzerchiffen.