Bagno (spr. Banjo), in der Mehrzahl Bagni, bezeichnet im Italienischen Bad, Bäder, und ist daher der Name verschiedener Badeorte in Italien, die man gewöhnlich durch einen Zusatz unterscheidet. Zu den berühmtesten Bädern dieses Namens gehören die in der Gemeinde Bagni di San-Giuliano (1880 mit 20596 C.), 7 km nordöstlich von Pisa an der Bahn nach Lucca Helegenen, deren erdigsalinische, lauwarme und heiße Quellen (30 —40 C.) schon von den Römern mit Erfolg benutzt und in neuerer Zeit für Kranke sehr bequem eingerichtet worden sind. — Bagni di Lucca, 27 km nordöstlich von der Stadt Lucca, an der Lima, über hundert erdig-salinische, eisenhaltige lahrer en von 31—54 C., waren bereits im Mittelalter sehr berühmt, gehören noch gegenwärtig zu den besuchtesten Badeorten Italiens und zählen (1880) 9764 E. — Baan sind zu nennen; in der Provinz Florenz agnosa Ripoli mit 14179 C., 4 km östlich von Florenz am Arno; Bagno in Romagna, mit 8267 C., am Rordostabhange des Apennin, in 450m Höhe, 107 km östlich von Florenz im Saviothal; endlich das Bagno di Roselle, 5km nördlich von Grosseto (mit einer Quelle von 36 C.), in der Nähe die Ruinen der alten etrusk. Stadt Rusellä.