Bain Ullexanderh, engl. Philosoph, geb. 1818 in Aberdeen, studierte in dem Marishal College in Aberdeen, lehrte ebendaselbst zuerst 1841—44 Moralphilosophie, dann 1844—45 Physik und erhielt 1845 eine Professur der Physik an der Andersonschen Universität in Glasgow, die er 1848 mit dem Posten eines Sekretärs in dem Obergesundheitsamt in London vertauschte. Dem letztern entsagte er 1850 und blieb dann ohne Amt, bis er 1860 zum Professor der Logik an der Universität Aberdeen ernannt wurde, welchen Posten er seitdem bekleidet. Seine schriftstellerische Thätigkeit begann B. 1840 mit Beiträgen zu der „Westminster Reviews; 1847 — 48 erschienen von ihm delogießre über Astronomie, Clektricität und Meteorologie in Chambers' Schulserie und Artikel über Sprache, Logik, den menschlichen Geist und Rhetorik in Chambers' Information for the peoples. Die Reihe jener Schulbücher vervollständigte er später durch eine engl. Grammatik (Lond. 1863) und ein «Ma⸗- nual of English composition and rhetorice (Lond. 1866); 1852 gab er Paleys Werk über Moralphilosophie mit Erläuterungen und Anmerkungen heraus. Sein philos. System entwickelte er 1 ++½ in den Werken The senses and the intellecto (Lond. 1855) und «The emotions and the willh (Lond. 1859), denen dann The study of character, including an estimate of phrenology⸗- (1861), Mental and moral scienced (1868; 3. Aufl. 1872), Logic, induetive and deductives (1870), Mind and body. The theories of their relationo (Lond. 1873; deutsch als I+ und Körery den 3. Band der „Internationalen wissenschaftl. Bibliothek» [Lpz. 1874] bildend), Education as a science (Lond. 1879; deutsch als Erziehung als Wissenschafto den 45. Band der Internationalen wissenschaftl. Bibliotheks (Opz. 1880 bildend), folgten. B. beteiligte sich auch an einer neuen Ausgabe von James Mills Analysis of the phenomena of the human mindo (Lond. 1868), sowie an der Derks uber des von George Grote hinterlassenen Werks über Aristoteles (Lond. 1872 und der Minor works of Grotes (Lond. 1873). B. ist einer der Hauptvertreter der engl. Erfahrungs-Natut ophie, welche ihr System auf der Grundlage der aturwissenschaften, vor allem der Physiologie und der * I.. nach dem Prinzip der ältern Associationspsychologie gegründeten Whochologie, aufbaut.