Baldwin (Eduard), engl. Schriftsteller, Pseudonym für William Godwin (s. d.). ů aleüren, eine aus den drei Hauptinseln Mallorca, Menorca und Cabrera bestehende span. Inselruppe im Mittelmeer, welche, der Küste von Vaencia gegenüber gelegen, im Verein mit den Pityusen ehemals das der Bal Mallorca bildete, jetzt aber die Provinz der Balearischen Inseln ausmacht, die 4817,4 qkm mit (1877) 289035 E. umfaßt, von denen 4149 àkm mit 264 569 CE. auf die B., 668,4 aEm mit 24 466 E. auf die Pityusen kommen. Hauptstadt ist Palma auf Mallorca. Obgleich untereinander und vom Festlande nur durch mäßige Zwischenräume getrennt, unterscheiden die B. sich doch ziemlich auffällig voneinander, sowohl in der Pflanzen⸗ und Tierwelt, als auch in Hinsicht der Bewohner. Meist gebirgig (nur auf Mallorca und Menorca gibt es größere Ebenen), zeigen sie einen fruchtbaren Boden, dem nur etwas mehr Feuchtigkeit 81. um die Provinz zu einer der ergiebigsten in Spanien zu machen. Nur Cabrera (Capraria) ist unbebaut, weil mit Ziegen überfüllt und dient bloß als Verbannungsort. Das Klima ist mild, teben renet obgleich es namentlich im Sommer selten regnet, und empfiehlt sich daher zum Winteraufenthalt. In sieben nohner war die Mitteltemperatur 18 C. Die Bewohner treiben Garten⸗, Acker⸗ und Weinbau (Ol, Wein, Mandeln und Feigen sind die Hauptprodukte), Viehzucht, namentlich Schweinezucht, Fischfang und Handel und sprechen einen Dialekt, durch L dem catalonischen nahe verwandt, sich durch Wohlklang und Kraft vorteilhaft auszeichnet und Mallorquino genannt wird; er besitzt auch eine meist poetische Litteratur. Die zwei Pityusen (d. h. Pinien-Kiefern-IInseln) sind: Iviza mit der gleichnamigen festen Haupt⸗ und Hafensiadt, und Formentera, d. h. Weizeninsel, mit einzelnen 1½ Sie sind ebenfalls fruchtbar an Getreide, Flachs, Hanf, Wein, Oliven, Mandeln, Südfrüchten, besonders aber an Feigen, und führen viel Salz aus. Schon frühzeitig wurden die B. von Cueechiel und den Griechen aus Rhodus besucht. Sie erhielten ihren Namen von den Griechen wegen der Geschicklichkeit der Bewohner im Schleudern (547, werfen, schleudern), wodurch diese sich auch in Hannibals und später im röm. Heer besondern Ruhm erwarben. Die Inseln standen längere Zeit unter karthag. Herrschaft, kamen aber 123 v. Chr. durch Aulus Cäcilius Metellus (Balearicus) unter Rom: 426 n. Chr. wurden sie vandalisch, dann westgotisch, unter Justinian I. oströmisch, durch Karl d. Gr. auf kurze Zeit fränkisch, 798 arabisch, und zwar 1208—20 unter den Almohaden. Nachdem sie von Jakob I. von Aragonien 1228 —32 unterworfen worden, bildeten sie unter Nachkommen dessel seit 1276 ein eigenes Königreich (EEl Reyno de Mallorca), welches 1343 mit der Krone Aragonien vereinigt ward. Menorca war 1708 —82 mit einer kurzen Unterbrechung (1756—63) im Besitze der Engländer. Eine erschöpfende Beschreibung der B. enthält das Prachtwerk 4an Wortn Erzherzog Ludwig Salvator) „Die B. In Wort und Bild geschilderte (Bd. 1—3, Lpz. 1869—81; nicht im Wrdeh. Baleinen (frz.), Fischbeinstäbe. del)